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Gesundheitslexikon: Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Vitiligo. Ursachen, Symptome und Behandlung der Weißfleckenkrankheit

Vitiligo ist eine Hauterkrankung, bei welcher die für die Färbung der Haut zuständigen Melanozyten zerstört werden. Dadurch entstehen helle, deutlich abgegrenzte Flecken auf der Haut, die sich im Lauf der Zeit immer weiter vergrößern. Je nach Art der Erkrankung bilden sich die Flecken entweder nur lokal oder über den ganzen Körper verteilt. Die Weißfleckenkrankheit ist nicht ansteckend und ungefährlich, nimmt jedoch immer einen chronischen Verlauf.

Ursachen

Die Ursachen der Weißfleckenkrankheit sind noch nicht eindeutig geklärt. Es existieren verschiedene Ansätze. Man vermutet, dass die Krankheit vererbt wird, da sie in Familien gehäuft vorkommt. Jeder Erkrankte hat mindestens ein Familienmitglied mit der gleichen Krankheit. Allerdings wird Vitiligo nicht direkt von den Eltern an die Kinder weitergegeben, sondern nur die Veranlagung dazu. Weiterhin gelten Stress oder Schuppenflechte als mögliche Auslöser. Da im Körper von Patienten bestimmte Antikörper gegen die Melanozyten gefunden wurden, zieht man auch in Erwägung, dass Vitiligo mit dem Immunsystem in Verbindung steht. Meist leiden Betroffene auch an anderen Autoimmunerkrankungen.

Symptome

Es werden zwei verschiedene Formen von Vitiligo unterschieden. Bei Hypopigmentierung ist der Hautfarbstoff nur verringert, während er bei der Depigmentierung völlig fehlt. Manchmal zeigen sich die hellen Hautflecken nur an einzelnen Körperstellen. Dann spricht man von der lokalisierten Form. Bei der generalisierten Form dagegen ist der gesamte Körper von den Flecken betroffen. Die generalisierte Vitiligo wird von den Medizinern wiederum in zwei Formen eingeteilt. Die am häufigsten vorkommende Art ist die 'Vitiligo vulgaris', bei der sich die weißen Flecken nicht nur über den ganzen Körper verteilen, sondern sich auch auf Schleimhäuten, auf der Kopfhaut oder an den Augen bilden. Haare werden an den betroffenen Stellen weiß. Bei der 'Vitiligo akrofazialis' dagegen sind die Flecken vor allem im Gesicht, an Händen und Füßen. Die Haut bleibt normalerweise in ihrer Beschaffenheit unverändert.

Diagnose

Bei der Untersuchung wird sich der Arzt zunächst die Hautstellen ansehen. Auch wird er fragen, ob Familienangehörige ebenfalls betroffen sind. Zusätzlich müssen andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden, wie beispielsweise eine angeborene Depigmentierung der Haut oder helle Flecken aufgrund von verengten Blutgefäßen oder einer Pilzerkrankung. Weiteren Aufschluss können schließlich eine Blutuntersuchung oder die Entnahme einer Gewebeprobe geben. Mit einer speziellen Lampe, die mit ultraviolettem Licht leuchtet, können die Flecken dann ziemlich eindeutig beurteilt werden, da sie in diesem Licht gelblich aufleuchten.

Behandlung

Die Krankheit Vitiligo ist nicht heilbar. Aber man kann sie mit verschiedenen Verfahren in ihrer Ausbreitung hemmen und eventuell sogar die Neubildung des Hautfarbstoffs fördern. Es gibt diverse Medikamente, Bestrahlungsformen und Klimatherapien. Auch die Transplantation von Haut auf die erkrankten Stellen ist möglich. Allerdings schlagen diese Therapien bei jedem Patienten anders an. Der Erfolg hält sich in Grenzen und ist nicht sicher vorhersagbar. Für Betroffene ist es wichtig, sich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen und verschiedene Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Haut zu treffen. So müssen sie Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen und dürfen nicht in die pralle Sonne.

Vorbeugung

Gegen Vitiligo kann man nicht vorbeugen. Wenn sich die ersten Flecken bilden, sollte man umgehend einen Dermatologen aufsuchen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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