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Gesundheitslexikon: Vitamin K1 (Phyllochinon)

Für starke Knochen: Vitamin K1 (Phyllochinon)

Besonders für Frauen nach den Wechseljahren spielt die Versorgung mit Vitamin K1 eine wichtige Rolle. Das Vitamin steht im Ruf, den Knochenabbau zu hemmen und Osteoporose vorbeugen zu können.

Was ist Vitamin K1?

Das fettlösliche Vitamin K1 gehört zur mehrere Vitamine umfassenden Vitamin-K-Gruppe, die alle das gemeinsame Strukturelement 2-Methyl-1,4-Naphtochinon besitzen. Phyllochinon kommt in Pflanzen vor und findet sich vor allem in grünen Gemüsearten.

Wozu braucht der Körper Vitamin K1?

Vitamin K1 leistet im Stoffwechsel nützliche Arbeit: Es ist als Koenzym an der Blutgerinnung beteiligt und trägt so dazu bei, dass bei einer Verletzung die Blutung gestillt wird. Außerdem hat Vitamin K1 auch Einfluss auf die Knochenbildung. Weil es den Knochen verfestigen soll und den Knochenabbau hemmt, nehmen viele Frauen nach den Wechseljahren Vitamin K1 als Nahrungsergänzungsmittel.-.

Diese Lebensmittel enthalten Vitamin K1

Besonders grüne Blattgemüse wie Spinat und Mangold und verschiedene Kohlarten wie Rosenkohl, Blumenkohl, Rot-, Weiß- und Grünkohl enthalten viel Vitamin K1. Auch Hülsenfrüchte sind eine gute Quelle. Außerdem findet sich Vitamin K1 in Fleisch (vor allem Hähnchenfleisch), Innereien, Milch, Tomaten und Kopfsalat.

Übrigens ist der Körper in der Lage, mithilfe von Bakterien Vitamin K im Darm selbst herzustellen. Man geht jedoch davon aus, dass es für die Versorgung nur eine kleine Rolle spielt.

Der empfohlene Tagesbedarf und seine Deckung

Der Bedarf an Vitamin K1 steigt mit dem Alter. Neugeborene decken ihn über die Muttermilch und bekommen zusätzlich Vitamin K durch den Kinderarzt. Frauen zwischen 15 und 50 brauchen täglich 60 Mikrogramm Vitamin K1, danach sollten sie etwa 65 Mikrogramm zu sich nehmen. Männer in der gleichen Altersgruppe benötigen etwa 80 Mikrogramm. Um den durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin K1 zu decken, genügt der Verzehr von 20 Gramm Spinat, 80 Gramm Brokkoli oder 120 Gramm Bratkartoffeln.

Was passiert, wenn man zu wenig Vitamin K1 aufnimmt?

Ein Mangel an Vitamin K1 kommt selten vor. Manchmal wird er künstlich durch bestimmte Medikamente (zum Beispiel Gerinnungshemmer) erzeugt. Außerdem kann ein Vitamin-K1-Mangel bei einigen Krankheiten des Verdauungstraktes (Zöliakie, Morbus Crohn) auftreten. Auch Alkoholmissbrauch, Krebserkrankungen oder Kalziummangel können zu Vitamin-K1-Mangel führen. Ein Kennzeichen für einen Mangel ist eine verlangsamte Blutgerinnung.

Was passiert, wenn man zu viel Vitamin K1 aufnimmt?

Eine Überdosierung von Vitamin K1 ist bei Erwachsenen nicht schädlich und führt nicht zu Krankheitssymptomen. Bei Neugeborenen kann eine Überdosierung dazu führen, dass die roten Blutkörperchen zerfallen (Hämolyse).

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.

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