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Gesundheitslexikon: Vitamin B5 (Pantothensäure)

Verkanntes Genie: Vitamin B5 (Pantothensäure)

Ob Leberentgiftung, Bildung von roten Blutkörperchen oder Abbau von Fetten: Als Vorstufe des Coenzyms A spielt das Vitamin B5 (Pantothensäure) eine wichtige Rolle bei vielen Stoffwechselprozessen.

Was ist Vitamin B5?

Vitamin B5, das auch als Pantothensäure bekannt ist, zählt zu den B-Vitaminen. Es ist ein Stoffwechselprodukt aus Pantoinsäure und beta-Alanin, einem Derivat der Aminosäure Asparagin und von wichtiger Bedeutung für viele chemische Reaktionen im menschlichen Stoffwechsel.

Wozu braucht der Körper Vitamin B5?

Enzyme sorgen im menschlichen Körper dafür, dass Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Eins der wichtigsten Enzyme ist das Coenzym A (CoA), das unter anderem aus Vitamin B5 gebildet wird. Es sorgt dafür, dass Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße in unserer Nahrung in Energie umgewandelt werden. Daneben ist CoA auch an der Synthese verschiedener Neurotransmitter und Hormone beteiligt und trägt zur Entgiftung der Leber bei.

Verschiedene Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Vitamin B5 sehr wirksam gegen Hautunreinheiten und fettige Haut ist, den Körper bei der Fettverbrennung unterstützt, die Wundheilung z. B. nach Operationen beschleunigen und die Symptome rheumatoider Arthritis lindern kann.

Diese Lebensmittel enthalten Vitamin B5

Viele Lebensmittel enthalten Pantothensäure; besonders ergiebige Quellen sind Innereien, Joghurt, Avocados, Brokkoli, Hefe und Eigelb. Aber auch Hülsenfrüchte, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, Milch, Hülsenfrüchte, Pilze und Süßkartoffeln enthalten viel Pantothensäure. Übrigens auch Vollkorngetreide – doch hier führt die Verarbeitung der Körner, zum Beispiel beim Backen, dazu, dass ein Drittel bis Dreiviertel der enthaltenen Pantothensäure verloren geht. Ähnlich sieht es beim Einfrieren oder Einkochen von Lebensmitteln aus.

Wie hoch ist der empfohlene Tagesbedarf?

Jugendliche und Erwachsene sollten täglich fünf Milligramm Vitamin B5 zu sich nehmen, Babys und Kinder zwischen zwei und vier Milligramm. Während der Schwangerschaft sowie Stillzeit erhöht sich der Bedarf für Frauen auf rund sieben Milligramm. Normalerweise wird dieser Bedarf bei einer ausgewogenen Ernährung problemlos über die Nahrung gedeckt.

Was geschieht, wenn Sie zu wenig oder zu viel Vitamin B5 aufnehmen?

Ein Mangel an Vitamin B5 kommt beim Menschen nur sehr selten vor, zum Beispiel bei schweren Fällen von Unterernährung. Zu den Symptomen gehören Taubheitsgefühl, Brennen und Kribbeln in den Füßen. Bei klinischen Experimenten verursachte der Pantothensäure-Mangel zusätzlich Schlaf- und Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Eine Überdosierung ist ebenfalls selten. Nur bei extrem hohen Dosen von Vitamin B5 ist mit leichten Nebenwirkungen (Verdauungsstörungen) zu rechnen, die Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel ist also unbedenklich.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.

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