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Gesundheitslexikon: Vitamin B

Vitamin B Komplex für gesunde Haare, Blut, Haut und Nerven

Die Vitamin-B-Gruppe, oder der B-Komplex, besteht aus eine Gruppe von Vitaminen, die an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt sind und bei der Zellteilung eine Rolle spielen. Wichtig sind sie für gesunde Haare, Blut, Haut und Nerven. Vielfältige Mangelerscheinungen sind durch ausgewogene Ernährung recht einfach zu vermeiden. In der Vitamingruppe B sind insgesamt elf Vitamine zusammengefasst. Sie alle dienen als Vorstufen für Coenzyme, sind aber chemisch sehr unterschiedliche Substanzen. Sie finden B-Vitamine in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, mit Ausnahme von B12, welches fast ausschließlich in tierischen Produkten zu finden ist. Die wichtigsten von ihnen sind:

Vitamin B1 und B2

Vitamin B1, oder Thiamin, ist für ein gesundes Nervensystem und ein positives Gemüt sehr wichtig. Sie finden es in großer Menge in Sonnenblumenkernen, Weizenkeimen, Backhefe, Sesam und Putenfleisch. Mangelerscheinungen sind unter Anderem: Reizbarkeit, Müdigkeit, Blutarmut, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen. Riboflavin oder Vitamin B2, eingesetzt auch als gelber Lebensmittel-Farbstoff, wird als Wachstumsvitamin bezeichnet und ist vor allem für Kinder in der Wachstumsphase wichtig. Es ist in Wasser schlecht löslich, dafür hitzeresistent. Es kommt vor allem in Milch und Milchprodukten vor, aber auch in Fisch, Eiern und Vollkornprodukten.

Vitamin B3 und Vitamin B5

Die in der Leber gespeicherte Nikotinsäure, oder Vitamin B3, ist wichtig für den Stoffwechsel, vor allem von Fetten und Kohlehydraten. Dazu ist sie bedeutend für die Regeneration von Haut, Haaren und DNA. Mangel an Nikotinsäure kann zu Durchfall, Hautveränderungen, Depressionen und der Krankheit Pellagra führen. Enthalten ist Nikotinsäure in relativ großen Mengen in Geflügel, Wild, Fisch und Pilzen. Pantothensäure oder Vitamin B5 benötigt der Körper zum Aufbau und Abbau von Fetten, Kohlehydraten und zur Herstellung von Cholesterin. Sie kommt in größeren Mengen in Avocados, Innereien, Vollkornprodukten, Nüssen und Eiern vor. Mangel führt wie bei den meisten anderen B-Vitaminen mitunter zu Müdigkeit, Schlaflosigkeit, tauben Muskeln, Immunschwäche und Depressionen.

Vitamin B6 und Biotin

Hierbei handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für drei Verbindungen, die Vorstufen des Vitamins Pyridoxalphosphat sind. Sie kommen in ausreichender Menge in vielen Lebensmitteln vor, weshalb Mangel nur selten auftritt. Der Bedarf unseres Körpers nach an Vitamin B6 ist umso höher, je mehr Proteine wir konsumieren. Das wasserlösliche Biotin ist wichtig für die Genregulation, sowie für unterschiedliche Stoffwechselprozesse. Biotin ist in vielen Lebensmitteln vorhanden, besonders reichhaltig in Eigelb, Leber und Hefe. Nimmt man zu wenig Biotin zu sich, können Depressionen die Folge sein, aber auch Hautstörungen, Müdigkeit, Haarausfall und brüchige Nägel.

Folsäure

Die für den Menschen wichtige Folsäure, kann nur über die Nahrung aufgenommen werden. Sie ist an Vorgängen der Zellteilung maßgeblich beteiligt. In der Schwangerschaft verdoppelt sich der Bedarf an Folsäure. Enthalten ist sie vor allem in grünem Gemüse. Es ist allerdings gar nicht so einfach, Folsäure aus der Nahrung aufzunehmen, da sie nur zu 25 Prozent in freier Form vorliegt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.

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