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Gesundheitslexikon: Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Mit der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) zur Diagnose

Das Verfahren der Sonografie ist unverzichtbar in der Medizin, ermöglicht es doch, Bilder zu formen, welche die Diagnosefindung unterstützen. Dank dieser Technologie können Ärzte den Nachwuchs im Mutterbauch betrachten und auch etwaige Krankheiten feststellen.

Wie entsteht der sogenannte Ultraschall?

Die meisten Menschen haben bereits in Dokumentarfilmen über die Tierwelt vom Ultraschall und seinem Zweck gehört. Seine Frequenzen liegen oberhalb der menschlichen Hörschwelle und dienen Tieren zur räumlichen Orientierung. Fledermäuse beispielsweise sind bekannt für ihre naturgegebene Ultraschallmethode. Je nach Zusammensetzung eines Hindernisses lässt der Ultraschall Rückschlüsse zu, an denen sich die Tiere orientieren. Im Hinblick auf die Verwendung in der bildgebenden Medizin dringt die unsichtbare Ultraschallwelle durch das Gewebe. Ein Teil davon wird reflektiert, ein anderer nicht. Ergebnis sind helle und dunkle Bereiche, welche der Computer dem Benutzer als Bild übermittelt. Wer schon einmal versucht hat, bei der Untersuchung ein Bild selbst zu interpretieren, weiß wie schwierig es ist. Es bedarf fachlicher Kompetenz eines Mediziners, um die Bilder zu erfassen, zu verstehen und eine Diagnostik abzuleiten.

Wozu dient die Ultraschallmethode genau?

Mit Hilfe der modernen Ultraschalltechnik können Ärzte die Beschaffenheit unseres Organismus ablesen. Schwarze, dunkle, helle und graue Bereiche stellen unser Innerstes dar und bieten dem Facharzt eine gute Sicht auf organische Details. Fachkundige Mediziner werden als Internisten betitelt, da sie sich am meisten mit den körperinneren Vorgängen auseinandersetzen. Sie erkennen organische Veränderungen, indem sie zum Beispiel die Flüssigkeitsmenge in Hohlorganen beobachten und bewerten. Geschwulste, knotige Veränderungen an Organen und mehr können sie danke Ultraschall orten und im Anschluss passende Therapiemaßnahmen einleiten. Besonders für die Diagnostik der Schilddrüse ist die Sonografie sehr nützlich, um einer Unter- oder Überfunktion auf die Schliche zu kommen. Auch die Gynäkologie macht sich das Verfahren zu Nutze, um Nachwuchs im Mutterleib bildlich darzustellen. Frauenärzte können unter anderem Lage, Befinden, Geschlecht des Embryos damit einschätzen.

Welche Ultraschallarten gibt es in der Medizin?

Neben der Standardvariante gibt es auch die Doppler-Verfahrenstechnik. Die spezielle Methode ermöglicht es Ärzten, die Durchblutung von Organen und Gefäßen zu erfassen. Kardiologen können damit Herzklappenfehler und Thrombosen aufdecken. Als weitere Spezialmethode gilt die Kontrastsonografie. Vor der Hauptuntersuchung wird ein Kontrastmittel injiziert, um Gefäße detaillierter zu zeigen. Böse und gutartige Tumore werden damit unterschieden, was die künftige Behandlung beeinflusst.

Birgt die medizinische Technik Nachteile und Risiken?

Der Ultraschall Befund gilt als erstes Mittel der Wahl, um den aktuellen Zustand zu erfassen. Nachteile entstehen lediglich im Vergleich zu überlegenen Bildgebungsverfahren wie CT und MRT. Aufgrund der menschlichen Knochen und Gase können sich die Wellen nicht frei ausbreiten und eine erfolgreiche Diagnosestellung verhindern. Ist dies der Fall, müssen die genannten Methoden weiterhelfen. Des Weiteren ist ein Patient auf die Erfahrung des Anwenders angewiesen, da es keine standardisierte Weiterbildung für die Sonografie gibt. Um alle die Graubereiche zu verstehen, muss ein Arzt viel Übung haben, um richtige Rückschlüsse ziehen zu können. Dennoch ist das Schallwellenverfahren eine sehr gute Methode für Ärzte, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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