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Gesundheitslexikon: Triglyceride

Was sind Triglyceride?

Die Triglyceride sind ein wichtiger Bestandteil der Blutfette. Sind zu viele Triglyceride im Blut, steigt das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Was genau sind Triglyceride?

Der größte Anteil der Fette, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen, sind Triglyceride. Wenn sie nicht mit der Nahrung aufgenommen werden, können sie auch im Körper selbst aus anderen Bestandteilen der Nahrung hergestellt werden. Dazu werden in erster Linie Zucker und Alkohol genutzt.

Warum brauchen wir Triglyceride?

Die Triglyceride liefern unserem Körper Energie. Sie sind sehr gute Energielieferanten, weil ein Gramm Fett neun Kilokalorien Energie liefert. Kohlenhydrate oder Eiweiß dagegen liefern nur vier Kilokalorien Energie pro Gramm. Das ist ein Grund dafür, dass Menschen in kälteren Regionen fetthaltigere Nahrung bevorzugen als anderswo.

Was geschieht mit den Triglyceriden nach der Nahrungsaufnahme?

Wenn die Energie aus dem mit der Nahrung aufgenommenen Fett im Moment nicht gebraucht wird, wird der Überschuss im Fettgewebe des Körpers abgespeichert. Dazu werden die Triglyceride mit dem Blut zu den Fettdepots transportiert. Da sie also im Blut schwimmen, kann ihr Anteil im Körper durch die Laboruntersuchung des Blutes gemessen werden. Wenn zu viele Triglyceride im Blut sind, wird das Blut dickflüssiger. Damit steigt das Risiko von Schäden an den Adern oder auch von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wer ist besonders gefährdet?

Erhöhte Triglyceridwerte treten hauptsächlich als Folge von zu zucker- und fetthaltiger Ernährung auf. Die Betroffenen haben oft auch Übergewicht, ebenfalls eine Folge der ungünstigen Ernährungsweise. Damit ist gleichzeitig auch aufgezeigt, was Betroffene tun können: Eine Gewichtsabnahme bewirkt bei Übergewichtigen in der Regel auch eine Senkung der Triglyceridwerte. Neben übergewichtigen Menschen haben auch Diabetiker ein erhöhtes Risiko für das Ansteigen der Triglyceridwerte. Bei ihnen ist es wichtig, dass sie die Werte in Absprache mit ihrem Arzt regelmäßig kontrollieren lassen. Auch das regelmäßige Trinken von Alkohol ist ein Risikofaktor für erhöhte Triglyceridwerte. Das Weglassen des Alkohols wird meist sehr schnell zu einem Absinken der Werte führen.

Umstellung der Ernährung bei erhöhten Triglyceridwerten

Da von der Diagnose von erhöhten Triglyceridwerten sehr häufig Menschen mit Übergewicht bzw. einer zu zucker- und fetthaltigen Ernährungsweise betroffen sind, kann eine Ernährungsumstellung in vielen Fällen eine deutliche Senkung der überhöhten Werte bewirken. Außerdem spielt beim Abbau von Übergewicht und auch von erhöhten Blutfettwerten mehr Bewegung, am besten Ausdauersport wie Walking oder Radfahren, eine wichtige Rolle. Reduziert werden sollten die Aufnahme von Zucker und von gesättigten Fetten. Günstig ist die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren, da diese zu einer Senkung der Triglyceridwerte beitragen können. Es sollte also weniger Süßes wie Schokolade, Milcheis und Kuchen gegessen werden. Außerdem sind fetthaltige Snacks und fette Wurst oder fettes Fleisch eher ungünstig. Auch auf Alkohol sollte weitgehend verzichtet werden. Gut geeignet sind reichlich Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, mageres Fleisch und Fisch. Beim Fisch darf es auch gern fettreicher Fisch wie Makrele oder Lachs sein, da er reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren ist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Triglyceride, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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