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Gesundheitslexikon: Trennkost

Gewichtsabnahme durch Trennkost? Wie die Ernährungsumstellung auf den Körper wirkt

Die überflüssigen Pfunde endlich langfristig loswerden und das sogar ohne lästiges Kalorienzählen? Die Anhänger der Trennkost-Ernährung propagieren genau diese Idee. Eine strikte Trennung der verschiedenen Lebensmittelgruppen ist das Grundgerüst dieser Ernährungsweise.

Was ist Trennkost?

Bei der Trennkost handelt es sich um eine Ernährungsphilosophie, welche üblicherweise zur Gewichtsabnahme eingesetzt wird. Es gibt aber auch Menschen, die Trennkost wegen des gesundheitsfördernden Aspekts als generelle Ernährungsform praktizieren. Bei dieser Art der Ernährung werden die Lebensmittel in verschiedene Gruppen eingeteilt, welche entweder miteinander kombiniert oder strikt voneinander getrennt werden. Der Grundgedanke lautet, dass eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel nicht gemeinsam in einer Mahlzeit aufgenommen werden dürfen. Ferner muss zwischen den Mahlzeiten ein Abstand von rund vier Stunden bestehen. Diese zeitliche Unterbrechung soll gewährleisten, dass die verschiedenen Lebensmittelgruppen auch im Körper nicht miteinander in Kontakt kommen.

Wie funktioniert Trennkost?

Man geht von drei Lebensmittelgruppen aus. Die erste Gruppe sind die neutralen Lebensmittel. Darunter fallen alle Gemüsesorten, Salate, Melonen, Beeren, Avocados, hochwertige Öle sowie Milchprodukte mit einem hohen Fettanteil. In der Eiweiß-Gruppe finden sich alle tierischen Produkte wieder, also Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte mit weniger als 50 Prozent Fettanteil, alle Sauermilchprodukte sowie alle Sojaprodukte, Früchte und Nüsse. In die Gruppe der kohlenhydrathaltigen Lebensmittel gehören alle Kornprodukte wie Brot, Kuchen sowie Nudeln, Kartoffeln, Zucker, Honig und Bananen. Dem Fettgehalt der Lebensmittel wird, abgesehen von den Milchprodukten, keine Beachtung geschenkt. Nicht wirklich streng berücksichtigt wird dabei, dass einige Lebensmittel sowohl Kohlenhydrate als auch Eiweiß beinhalten. Man richtet sich eher nach dem in den Lebensmitteln überwiegendem Anteil.

Die drei Hauptmahlzeiten werden bei der Trennkost dahingehend aufgeteilt, dass die Kohlenhydrate am Morgen und am Abend aufgenommen werden sollten und die eiweißhaltigen Lebensmittel zum Mittag verzehrt werden. Die Gruppe der neutralen Lebensmittel kann jeweils nach Belieben hinzugenommen werden. Laut der Idee hinter der Trennkost kann nach dieser Richtlinie die Verdauung optimal ablaufen. Die jeweilig bei der Verdauung beteiligten Enzyme sollen so nämlich die Speisen effektiv aufspalten können.

Wer kann Trennkost anwenden?

Da es bei der Trennkost nicht um Verzicht, sondern um eine Optimierung des Stoffwechsels geht, soll sie insbesondere sehr adipösen Menschen helfen, die generell an große Mahlzeiten gewöhnt sind. Aber auch übergewichtige Berufstätige können diese Ernährungsform ausprobieren, weil hier nichts abgewogen oder ausgerechnet werden muss. Lediglich sollte man die verschiedenen Nahrungsgruppen kennen und deren Zusammenstellung beachten. Die Trennkost soll aber auch gute Erfolge bei Patienten mit Diabetes mellitus mit sich bringen; insofern der zu vermutende Gewichtsverlust mit berücksichtigt wird. Da bei der Trennkost keine strikten Verbote gegenüber Lebensmitteln ausgesprochen werden, kann diese Form der Ernährung aber auch für Menschen sinnvoll sein, die sich insgesamt bewusst ernähren möchten.

Was macht die Trennkost so sinnvoll?

Die Ernährungslehre geht davon aus, dass eiweißhaltige Lebensmittel und kohlenhydrathaltige Lebensmittel im Magen-Darm-Trakt nicht gemeinsam verdaut werden können. Verzehrt man diese doch gemeinsam, so sollen Schlacken entstehen, welche das Gewebe übersäuern und den gesamten Organismus schwächen. Durch die entstehenden Gärprozesse soll die Verdauung nur unzureichend funktionieren. Dadurch entstünden, so die These des Entwicklers der Trennkost-Philosophie, Dr. William H. Hay, verschiedene Zivilisationskrankheiten sowie Übergewicht. Um dieser falschen Verstoffwechselung entgegenzuwirken, werden bei der Trennkost die Lebensmittel in Gruppen getrennt und nur bedingt miteinander kombiniert. Mittlerweile gibt es viele Abwandlungen dieser Ernährungsweise.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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