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Gesundheitslexikon: Traumatologie

Hintergründe der Traumatologie

Der Fachbereich der Traumatologie ist Teil der Humanmedizin und setzt sich mit Verletzungen sowie Wunden auseinander. Vorsorge, Entstehung, Diagnose und Behandlung gehören zur Routine der Traumatologie.

Der Auftakt des medizinischen Fachgebiets

Die Unfallchirurgie gilt als Begründer der modernen Wundtherapie und wurde schon im alten Ägypten genutzt. Oberflächliche Verletzungen, Brüche und ähnliches wurden damals schon mittels spezieller Techniken behandelt. Die praktische und zielgerichtete Chirurgie trieb man erst ab dem 16. Jahrhundert voran. Moderne Versorgungstechniken von heute hätte man sich in den vergangenen Zeiten nur wünschen können.

Was ist eine Wunde und wie unterscheiden sie sich?

Die allgemeine Verletzung von Haut und Gewebe nennt man Wunde. Überwiegend entstehen sie durch Fremdeinwirkung oder durch Unfälle im Haushalt, Straßenverkehr oder auf der Arbeitsstelle. Wie eine Wundstelle bezeichnet wird, hängt von deren Lokalisation ab. Je nach Ausmaß der Verletzung, muss sie mehr oder weniger umfangreich therapiert werden. Die Haut ist in mehrere Schichten aufgeteilt: Epidermis (Oberhaut), Dermis (Lederhaut) und Subkutis (Unterhaut). Ist die Wunde bis zur Dermis vorgedrungen, sind beispielsweise Sinneszellen mitbetroffen. Erreicht die Verletzung die Subcutis, sind Blutgefäße beschädigt, was zu Blutungen führt.

Was macht ein Facharzt für Traumatologie?

Heutzutage beinhaltet die Orthopädie die Bereiche der Traumatologie und Unfallchirurgie. Verletzungen des Bewegungsapparats machen Fachwissen zu Wunden und deren Therapie notwendig. Die allgemeine Traumatologie beschäftigt sich demnach mit Wunden durch Knochenbrüche, Sehnenrisse und mehr. Der Facharzt ordnet die Wunde diagnostisch zu und entscheidet über die geeignete Versorgung. Er unterscheidet des Weiteren, ob eine Verwundung chronischer oder akuter Art ist.

Wann ist eine Wunde chronischer Art?

Chronische Wunden entwickeln sich zum Beispiel aufgrund einer diabetischen Erkrankung oder von Durchblutungsstörungen. Eine akute Wunde entsteht durch thermische, mechanische oder chemische Einwirkungen. Schürfwunden, Platzwunden, Erfrierungen, Verbrennungen und Verätzungen sind beispielhaft zu nennen. Chronisch wird eine Verletzung erst bezeichnet, wenn sich nach vielen Monaten keine Tendenz zur Heilung aufzeigt.

Was versteht man unter traumatischen Wunden?

Akute Verwundungen aufgrund äußerer Gewalteinwirkungen werden als traumatisch bezeichnet. Hierzu zählen beispielsweise Stromverletzungen, Ablederungen, Platzwunden und Quetschwunden. Wundleiden, welche durch Operationen und andere Therapien entstehen, werden als iatrogene Wunden betitelt.

Instrumente des Traumatologen

Der Röntgenapparat gehört zu den wichtigsten Arbeitsmitteln des Arztes für Orthopädie und Traumatologie. Damit werden Verwundungen des Körpers bildlich dargestellt, um therapeutische Schritte planen zu können. Je nach Art der Wundentstehung werden die Maßnahmen zur Heilung angepasst. Moderne Materialien zur Wundversorgung machen es heutzutage leichter, Blessuren aller Art zu heilen. Klassische Wundauflagen, Verbände, Arzneimittel, Wundsalben, Wundsprays und mehr ermöglichen eine sorgfältige Versorgung der Wunde. Der Hautmantel gilt als unser größtes Organ, weshalb die Wiederherstellung seiner Funktion sehr wichtig ist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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