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Gesundheitslexikon: Thrombose

Was ist eine Thrombose?

Als Thrombose bezeichnet man ein fest sitzendes Blutgerinnsel, das sich innerhalb eines Gefäßes gebildet hat und droht dieses zu verschließen oder bereits verschlossen hat. Ein solcher Verschluss tritt fast immer in den Venen auf. Das Gefährliche: In der Anfangsphase ist eine Thrombose für den Patienten kaum spürbar.

Täglich pumpt der Körper ungefähr fünf bis sechs Liter Blut durch das Herz-Kreislaufsystem. Damit dies reibungslos geschieht muss das Blut schön flüssig sein. Als Schutzmaßnahme jedoch kann Blut auch verklumpen. Wer sich in den Finger schneidet, erkennt an der sich schließenden Wunde, wie schnell das Blut dort verklumpt ist. Ungünstigerweise kann das Blut aber auch innerhalb des Blutkreislaufes kleine Klümpchen bilden. Diese bleiben dann an einer Gefäßwand hängen. Ein solches Gerinnsel verstopft die Vene zunehmend. Es droht eine Lungenembolie. In den meisten Fällen entwickelt sich eine solche Thrombose im Bein, insbesondere in der Wade und aufsteigend zum Knie. Aber auch die Vene des Beckens kann betroffen sein. Generell kommen Gerinnsel in allen Arealen des Körpers vor. Besonders häufig betroffen sind Schwangere.


Ursachen

Es gibt mehrere Ursachen, die zu einer Thrombose führen können. So kann eine veränderte Blutzusammensetzung durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder der Anti-Baby-Pille zu einem unbemerkten Gerinnsel führen. Eine weitere Ursache ist eine verzögerte Strömungsgeschwindigkeit des Blutes. So treten Thrombosen häufig bei Menschen auf, die in Folge einer Operation lange Zeit liegen müssen. Auch durch langes Sitzen mit angewinkelten Beinen, wie im Flugzeug oder am Schreibtisch, erleiden Menschen eine Thrombose. Eine dritte Ursache können Schäden innerhalb der Gefäßwand selbst sein. So kann beispielsweise nach einer Entzündung, einem Unfall oder einer Operation die Vene innerlich so verletzt sein, dass sich daran eine Thrombose entwickelt. Auch der gefäßschädigende Faktor des Rauchens stellt ein Risiko dar. 

Symptome

Nicht alle Menschen bemerken die ersten Anzeichen einer Thrombose sofort. Manch einem fällt ein diffuser Druck im Bein auf, der aber meistens nicht sonderlich stark ist. Wenn jedoch Symptome wie eine Schwellung oder ein großes Wärmegefühl auftreten und die Haut dazu leicht gerötet oder gar gespannt erscheint, dann muss sofort gehandelt werden.

Diagnose

Da eine sich anbahnende Thrombose meistens nicht bemerkt wird, werden erst dann Ärzte eingeschaltet, wenn die Symptome eindeutig sind. Oft ist dann bereits auf den ersten Blick klar, dass es sich um eine Thrombose handelt. Sicher abgeklärt wird eine Thrombose mittels einer Ultraschalluntersuchung oder Röntgen nach Einsatz eines Kontrastmittels.

Behandlung

Der Arzt wird umgehend ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung einsetzen, um das weitere Wachstum der Thrombose zu verhindern. Anschließend baut der Körper das Gerinnsel selbstständig innerhalb der Vene ab. Dies kann allerdings mehrere Monate dauern. Therapiebegleitend werden in dieser Zeit gerinnungshemmende Medikamente eingesetzt. Sehr positiv wirken sich zudem starke Kompressionen aus, welche den Arm oder das Bein dauerhaft zusammendrücken und die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern. Wenn möglich sollte sich der Patient auch ausreichend bewegen, damit sich das Gerinnsel besser abbaut.

Vorbeugende Maßnahmen

Der wichtigste Ratschlag zur Vorbeugung einer Thrombose ist die ausreichende Bewegung des Körpers. Wer regelmäßig und moderat den Kreislauf in Schwung bringt, schließt bereits einen maßgeblichen Risikofaktor von vornherein aus. Auch das regelmäßige Tragen von Stützstrümpfen kann Erleichterung bringen. Zudem sollte täglich ausreichend getrunken werden, um das Blut möglichst flüssig zu halten. Auf Fernreisen darf ruhig auf Alkohol und Kaffee verzichtet werden, denn diese entwässern den Körper und dicken somit das Blut ein. Auch vom Rauchen sollte man generell absehen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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