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Gesundheitslexikon: Tepidarium

Römische Badekultur heute: das Tepidarium

Das Tepidarium gehörte bereits in der Antike zur römischen Badekultur. Bildete es damals den sanften Einstiegsraum des römischen Bades, dient es heute als milde Form der Sauna. Die Raumtemperatur liegt etwa zwischen 37 °C und 39 °C, die Luftfeuchtigkeit bei zwanzig Prozent. Dank dieser Kombination entwickelt der Körper eine Art künstliches Fieber, das sich positiv auf das Immunsystem und den gesamten Organismus auswirkt.

Wie funktioniert ein Tepidarium?

Im Tepidarium wird, anders als bei der finnischen Sauna, nicht die Raumluft erwärmt, sondern die aus Stein oder Keramik bestehenden Sitz- und Liegeflächen, Wände und Böden. Die von dort gleichmäßig ausgestrahlte Temperatur wärmt Ihren Körper sanft auf. Zwischen der Körpertemperatur und der Temperatur des Raumes bildet sich ein Wärmestrahlungsgleichgewicht, das in der Regel als äußerst wohltuend erlebt wird. Ihr Körper muss selbst keine Wärme mehr erzeugen und kann die eingesparte Energie anderweitig für seine Gesundung und Stärkung nutzen.

Noch weiter steigern lässt sich die Wirkung des Tepidariums, wenn Salzkristalle für die Wandverkleidung und Salzlampen zur Ausleuchtung des Raumes verwendet werden. Auf diese Weise entsteht eine ähnlich heilsame Atmosphäre wie in einer Salzgrotte. Durch die Salzkristalle wird die Luft mit negativen Sauerstoffionen angereichert, während die Salzlampe zusätzlich gesunde Lichtschwingungen erzeugt.

Dank der milden Bedingungen können Sie sich problemlos eine halbe Stunde im Wärmeraum aufhalten, sich leise unterhalten oder ein Buch lesen. Auch ein längerer Besuch ist möglich, da das sanfte Raumklima die Aufenthaltsdauer nicht einschränkt. Idealerweise sollten Sie diese Saunaart zwei- bis dreimal wöchentlich nutzen, um einen optimalen Effekt zu erzielen.

Wie wirkt da Tepidarium auf den menschlichen Körper beziehungsweise die Gesundheit?

Trotz der Unterschiede hinsichtlich der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit entspricht die gesundheitsfördernde Wirkung im Tepidarium weitgehend der herkömmlichen finnischen Sauna. Vor allem das Immunsystem und die Durchblutung profitieren. Zugleich wirkt der Aufenthalt abhärtend und vorbeugend.

Durch das Wärmestrahlungsgleichgewicht vergrößert sich das Volumen des Herz-Kreislauf-Systems. Die Muskulatur Ihrer Blutgefäße entspannt sich und auch der Durchflusswiderstand wird geringer. Durch die Wärme intensiviert sich der Zellstoffwechsel, wodurch Schadstoffe besser abgebaut werden.

Bei welchen Beschwerden soll das Tepidarium helfen?

Für Menschen mit Kreislaufproblemen eignet sich das Tepidarium ebenso wie für Personen, denen eine klassische Sauna zu heiß ist. Fühlen Sie sich nach einer Erkältung oder nach einer anderen Krankheit geschwächt, kann ein Aufenthalt im Tepidarium wahre Wunder wirken. Ihr Immunsystem wird schonend wieder aufgebaut, Ihre Muskulatur entspannt und Ihr Körper erholt sich. Eine halbe bis eine Stunde lang in dieser Saunavariante zu entspannen ist Balsam für Körper und Seele. Ihr allgemeines Wohlbefinden steigt und Sie können den Alltagsstress besser bewältigen. Auch zur Vorbereitung auf die höheren Temperaturen eines Schwitzbades ist der Besuch im Tepidarium zu empfehlen.

Was sollte man beachten?

Aufgrund des milden Raumklimas eignet sich das Tepidarium für fast jeden. Menschen mit extrem niedrigen Blutdruck, akuten Entzündungen mit Fieber, infizierten Wunden oder Personen, die kurz zuvor einen Herz- oder Hirninfarkt erlitten haben, sollten jedoch vorübergehend auf einen Besuch verzichten.

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