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Gesundheitslexikon: Synapse

Über die Synapsen kommunizieren unsere Nervenzellen

Im Körper befinden sich unzählige Nervenzellen. Sie kümmern sich still und leise um den Informationsfluss zwischen den Körpervorgängen und erhalten damit den Organismus. Funktionen wie Herzschlag, Atmung oder auch die Sinneswahrnehmungen funktionieren selbstständig durch die Funktion der Nerven. Die Nerven wiederum erhalten ihre Befehle von den Synapsen, welche an den Kontaktstellen zwischen den einzelnen Nervenzellen liegen und die Zellen miteinander verbinden. Synapsen sorgen somit für die richtige Übertragung von Informationen innerhalb des Körpers.

Die Synapse selbst liegt in der Außenwand der Zelle, der sogenannten Membran. Sie ist so etwas wie das Ende der einzelnen Nervenzelle. Synapsen können immer nur in eine Richtung miteinander kommunizieren. Das bedeutet, dass von der einen Synapse ein Impuls ausgeht, welcher von der zweiten Synapse aufgenommen wird. Als Kommunikationsmittel nutzen die kleinen Zellen eigene Botenstoffe, die Transmitter.

Welche verschiedenen Arten von Synapsen gibt es?

Es gibt drei Arten von Synapsen. Sie sind alle eng in das Nervengeflecht des Körpers eingebunden.

Zwischen den chemischen Synapsen zweier Zellen befindet sich ein kleiner Spalt. Dieser Spalt muss überwunden werden, um die Information weitergeben zu können. Dazu stößt die sendende Synapse einen Neurotransmitter aus. Ein bekannter Neurotransmitter ist beispielsweise Serotonin. Dieser Botenstoff überträgt die Erregung von einer Nervenzelle auf die andere. Dafür öffnet das Synapsenköpfchen ganz kurz einen Kanal und stößt ein Natrium-, Kalium- oder Calcium-Ion aus. Dieses geladene Mineral-Ion wird über den Spalt hinweggegeben und von der empfangenen Synapse aufgenommen. Dann wird der Impuls vom Nerv verarbeitet.

Manche Synapsen liegen aber auch sehr eng beieinander und kommunizieren über elektrische Signale miteinander. Elektrische Synapsen findet man überwiegend in der Herzregion und im Uterus. Bei dieser Art verschieben sich bestimmte Neuronen innerhalb der Zellen von der einen auf die andere Synapse durch einen direkten Kanal.

Immunologische Synapsen weisen beide Merkmale auf. Sie sind einerseits miteinander verbunden und stehen in einem zellulären Kontakt. Andererseits bilden sie aber auch Botenstoffe und tauschen sich darüber aus.

Einfluss von Medikamenten und Krankheiten auf Synapsen

Viele Medikamente und sonstige Wirksubstanzen amtieren hemmend oder verstärkend auf die Kommunikation zwischen den Synapsen. Manche Präparate sind auch darauf ausgelegt, die Botenstoffe zwischen den Zellen zu minimieren oder die Weitergabe aus der Synapse heraus direkt zu unterbinden. Insbesondere Beta-Blocker, Nikotin, Kokain oder Insektizide haben hier eine herabsetzende Wirkung der Botenstoffübertragung im Körper.

Einige Krankheiten können durch eine fehlerhafte Synapsen-Übertragung verursacht werden. Gerade bei psychiatrischen und neurologischen Befunden kann in vielen Fällen eine falsche oder unzureichende Kommunikation zwischen den Synapsen vorliegen. Besonders eine mangelnde Übertragung des Neurotransmitters Serotonin steht hier im Fokus der Forscher und soll beispielsweise für depressive Erkrankungen verantwortlich sein. Auch der Transmitter Dopamin wirkt auf das Zentralnervensystem und das Mittelhirn. Das genaue Zusammenspiel der Transmitter untereinander ist jedoch noch nicht ausreichend geklärt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Synapsen, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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