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Gesundheitslexikon: Stress

Ständige Belastung, die zur Gefahr werden kann: Stress

Schneller, höher, weiter – gerade in der Neuzeit ist der Mensch vielen äußeren und inneren Einflüssen ausgesetzt, die das eigene Gleichgewicht ins Schwanken bringen können. Die Auswirkung mündet zumeist in Stress. Leistungsdruck, Zukunftsängste und Lärm sind nur einige Indikatoren, die diesen verursachen können. Unter den Sammelbegriff Stress fallen verschiedene körperliche und psychische Symptome, die dem Menschen aber auch bei der Bewältigung von Anforderungen helfen. Stress muss also nicht zwangsläufig negativ behaftet sein – allerdings kann es, auf lange Sicht, zu schwerwiegenden Belastungen für die Betroffenen kommen. Evolutionsgeschichtlich betrachtet dient Stress dem täglichen Überlebenskampf. In prekären Situationen kann somit eine erhöhte Handlungsschnelligkeit erzielt werden. Dies wird durch die Ausschüttung von Noradrenalin begünstigt. In der heutigen Zeit wird Stress aber zumeist durch andere Faktoren ausgelöst.

Ursachen

Die Gründe, die für das Auslösen von Stress verantwortlich sind, sind individuell verschieden. Jeder Mensch reagiert anders auf umweltbedingte Einflüsse. Diese können einen privaten oder beruflichen Bezug haben. Zu den häufigsten Ursachen, die Stress begünstigen, zählen perfektionistische Erwartungen an sich selbst, Ehrgeiz, unzureichendes Zeitmanagement und die Aufopferung für andere Personen. Auch seelische Probleme, die nicht kanalisiert oder abgebaut werden, können dazu beitragen.

Symptome

Die Begleiterscheinungen, die mit Stress einhergehen, sind vielfältig. Diese können sich physisch, psychisch und verhaltensbedingt äußern. Zu den gängigsten körperlichen Symptomen zählen Herz- und Kreislaufbeschwerden, Atemnot und Schwindel. Auch Verdauungsbeschwerden, etwa Durchfall oder Verstopfung, können ein Indiz für Stress sein. Seltener kommt es zu Hautirritationen oder unkontrollierbaren Muskelkrämpfen. Geistige Symptome können durch das Kauen von Nägeln, Schlaflosigkeit oder Nervosität widergespiegelt werden. Auch nächtliches Zähneknirschen ist ein Hinweis auf vermehrten Stress.

Diagnose

Viele Betroffene erkennen häufig selbst, dass sie unter intensivem Stress leiden. Doch auch Psychologen und Ärzte können die Diagnose stellen, indem sie das Gesamtbild betrachten. Neben der Systematik beleuchten sie die Umwelt des Patienten, um somit Aufschluss zu erhalten. Mithilfe verschiedener Tests können Experten herausfinden, wodurch der Stress im Detail bedingt wird.

Behandlung

Da Stress nicht nur den Alltag, sondern auch die Gesundheit ernsthaft gefährden kann, empfiehlt sich eine konkrete Behandlung. Hierfür gibt es diverse Möglichkeiten. Zu den häufigsten Methoden zählen Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen, die häufig in ländlichen Gegenden stattfinden. Hierbei sollen die Patienten mit sich selbst konfrontiert werden, stressige Gewohnheiten werden vollständig ausgeblendet. Eine weitere Form stellt Coaching dar – durch eine gezielte Anleitung erlernen die Betroffenen, wie sie künftig mit Stress umgehen sollen. Auch Sport kann ein Ventil darstellen. Selbst Hobbys, die von den tagtäglichen Strapazen ablenken, können einen nachhaltigen Ausgleich schaffen. Am wichtigsten ist jedoch, dass die betroffenen Personen sich selbst reflektieren – nur so ist es möglich, den Stress zu reduzieren.

Top-Tipps gegen Stress

Stress gefährdet nicht nur die innere Ruhe, sondern auch das Immunsystem. Um das Risiko einer Folgeerkrankung zu minimieren, gibt es einige Methoden, die der Prävention dienen. Generell gilt: Verzichten Sie auf Multitasking! Arbeiten Sie stattdessen einen Punkt nach dem anderen ab. Des Weiteren können Sie Ihre Freizeit mit entspannenden Tätigkeiten verbringen – Musik und Atemübungen können dem inneren Ausgleich dienen. Auch Spaziergänge, Yoga, autogenes Training und Ausdauersport, beispielsweise Jogging, senken den Stresspegel.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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