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Gesundheitslexikon: Sonnenbrand

Vorsicht beim Sonnenbaden – die Haut vergisst keinen Sonnenbrand

Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut, die durch intensive UV-Strahlung verursacht wurde. Die Haut rötet sich und in schwerwiegenden Fällen können Blasen und Narben hervorgerufen werden. Erleidet die Haut häufig einen Sonnenbrand, kann dies die Entstehung von Hautkrebs begünstigen.

Ursachen

Die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts besteht aus UV-A- und UV-B-Strahlen. Hauptverursacher für einen Sonnenbrand ist die UV-B-Strahlung. Sie dringt in die Epidermis ein und schädigt die Zellen nachhaltig. Die UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und sind für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Ein Sonnenbrand kommt zustande, wenn die Haut zu lange und schutzlos der gefährlichen Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Dabei spielt der Hauttyp eine wesentliche Rolle. Die körpereigenen Pigmente bieten der Haut einen Eigenschutz und können für eine gewisse Zeit die Strahlung abblocken. Je heller der Hauttyp, desto weniger Pigmente und somit Eigenschutz hat die Haut. Zudem sind einige Körperstellen, die eher an die Sonne gewöhnt sind, wie Arme und Hände, weniger gefährdet als etwa Bauch, Rücken oder Oberschenkel. Beim Eintritt der UV-B-Strahlen in die Epidermis werden Botenstoffe freigesetzt, die eine Entzündung mit den typischen Symptomen vermitteln.

Symptome

Ein Sonnenbrand äußert sich, wie bei einer Verbrennung mit heißem Wasser oder Feuer, durch Rötung und Schwellung der Haut. Die Symptome treten etwa sechs Stunden nach der Einstrahlung auf und können bis zu zwei Wochen andauern. Es können dabei drei Verbrennungsgrade unterschieden werden. Ein Sonnenbrand ersten Grades verursacht ein Spannungsgefühl der geröteten Haut, die zudem jucken kann. Bei einem Sonnenbrand zweiten Grades bilden sich an den betroffenen Hautstellen Blasen, wonach sich die Haut beginnt abzuschälen. Der dritte Schweregrad führt zu starken Schmerzen. Die obersten Hautschichten sind zerstört, sodass sie sich ablösen und Narben hinterlassen können.

Diagnose

Bei Beschwerden des zweiten und dritten Grades oder Sonnenbrand bei Kindern sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt wird die betroffenen Hautpartien inspizieren und eine körperliche Untersuchung vornehmen, um das Ausmaß des Sonnenbrandes und dessen Schweregrad zu bestimmen.

Behandlung

Der erste Schweregrad kann in der Regel selbst behandelt werden. Hier empfehlen sich kühle Umschläge und beruhigende Lotionen oder Gels. Bei einem Sonnenbrand zweiten Grades kann der Arzt die Brandblasen gezielt punktieren und sie mit einem antiseptischen Verband versehen, um Entzündungen und Infektionen vorzubeugen sowie die Heilung zu beschleunigen. Der Sonnenbrand dritten Grades sollte aufgrund der hohen Infektionsgefahr in einem Hospital behandelt werden. Der Patient kann Infusionen mit Elektrolyten, Schmerzmitteln und Antibiotika erhalten.

Folgen

Bedenken Sie, dass jeder Sonnenbrand Ihr Hautkrebsrisiko erheblich steigert. Außerdem begünstigt intensive Sonnenstrahlung die vorzeitige Hautalterung. Die Folgen sind meist nicht sofort erkennbar, sondern können mit zunehmendem Alter auftreten.

Vorbeugung

Vermeiden Sie grundsätzlich exzessives Sonnenbaden. Schützen Sie die Haut ausreichend mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Bedecken Sie sensible Körperstellen und den Kopf mit Kleidungsstücken. Das künstliches Licht in Solarien hat die gleiche Wirkung auf die Haut, wie Sonnenlicht. Auch hier sollten Sie sich schützen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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