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Gesundheitslexikon: Sonnenallergie

Sonnenallergie: So kann man sich schützen
Sonnenallergie: So kann man sich schützen Wenn es nach dem Sonnenbad juckt 00:02:04
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Sonnenallergie: Das steckt hinter der Hautreaktion auf UV-Licht

Als Sonnenallergie wird umgangssprachlich eine Reaktion der Haut auf den Einfluss von UV-Licht bezeichnet. Im medizinischen Sinne ist sie also gar keine Allergie. Die fachliche Bezeichnung lautet ‚polymorphe Lichtdermatose‘. Nahezu jeder zehnte Deutsche ist davon betroffen. Die Sonnenallergie kann bei Menschen jeden Alters auftreten, wobei junge Frauen mit heller Haut häufiger darunter leiden.

Ursachen für eine Sonnenallergie

Was genau bei einer Polymorphen Lichtdermatose passiert, wird derzeit noch untersucht, das Gleiche gilt für die Ursachen. Klar ist dagegen, dass die UV-Strahlung eine große Rolle spielt. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Körper zum Schutz vor der Strahlungseinwirkung körpereigene Substanzen produziert, die plötzlich mit dem Licht reagieren und typische Symptome verursachen. Diese fühlen sich für die Betroffenen ähnlich wie eine Allergie an.

Eine andere Theorie geht davon aus, dass freie Radikale durch die UV-Einwirkung in der Haut gebildet werden und mit den Hautzellen reagieren. Dadurch aktiviert der Körper seine Abwehr und infolge dessen können Beschwerden entstehen.

Beide Annahmen konnten bisher jedoch noch nicht bewiesen werden. Es gibt jedoch auch andere Lichtdermatosen, welche ähnliche Symptome hervorrufen können. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente können bei gleichzeitiger Lichteinwirkung Allergie ähnliche Reaktionen auftreten (Phototoxizität).

Weiterhin kann eine sogenannte Photoallergie paradoxerweise entstehen, wenn Sonnen- beziehungsweise Lichtschutzmittel verwendet werden, in denen ein bestimmter Stoff enthalten ist, der mit Sonnenlicht reagiert. Die ‚Mallorca-Akne‘ entsteht etwa durch die Verwendung von fettigen Cremes bei Einwirkung von Sonnenlicht. Auch Stoffwechselstörungen oder Autoimmunerkrankungen können zu einer Art Sonnenallergie führen.

Symptome: Hautausschlag und Juckreiz

Die Sonnenallergie äußert sich zunächst in Form von Rötungen auf der Haut. Diese Stellen beginnen zu jucken und bilden Bläschen, Knötchen oder Pusteln aus. Dies geschieht, besonders bei hellhäutigen Menschen, bereits nach nur kurzer Dauer der Strahlungseinwirkung. Die Beschwerden entstehen an Hautstellen, welche der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Meist betrifft es Arme, Beine, Gesicht, Hals und Dekolleté.

Die Symptome unterscheiden sich von Mensch zu Mensch und können sogar bei einer Person jedes Mal anders verlaufen. Normalerweise verschwinden die Beschwerden innerhalb weniger Tage, sobald die betroffenen Körperstellen vor Licht geschützt werden. Sie können allerdings bei wiederholter Sonneneinstrahlung erneut auftreten. Meist entsteht eine Sonnenallergie in den ersten Sonnentagen nach der Winterpause oder während der ersten Ferientage in heißeren Ländern.

Was tun bei Sonnenallergie
Was tun bei Sonnenallergie Wenn die Sonne Hautausschlag verursacht 00:01:02
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So wird Mallorca-Akne diagnostiziert

Suchen Sie bei Beschwerden unbedingt den Arzt auf, bevor Sie etwas auf die juckenden Hautstellen schmieren. Dies kann die Symptome noch verschlimmern. Anhand der Inspektion des Hautbildes mit einem Dermatoskop und mithilfe eines Lichttests kann der Arzt feststellen, um welche Art der Lichtdermatose es sich handelt. Ebenso wird er Sie nach Ihrer Krankheitsgeschichte und Ihrem Medikamentenkonsum befragen.

Behandlung und Sonnenabstinenz

Kann der Arzt seltenere Arten der Lichtdermatose ausschließen und stellt eine polymorphe Lichtdermatose fest, wird er zu Sonnenabstinenz raten und Ihnen medizinische Sonnenschutzmittel verschreiben.

Auch wird manchmal empfohlen Calcium-Präparate einzunehmen, da dies die Symptome einer Sonnenallergie lindern kann. Dennoch: garantiert ist die Wirkung nicht. Sprechen Sie vor der Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt über mögliche Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Wenn der Hautausschlag bereits besteht und für schlimmen Juckreiz sorgt, können Kortison-Cremes helfen, ihn möglichst schnell wieder verschwinden zu lassen. Diese Cremes sind verschreibungspflichtig.

Vorbeugung des lästigen Ausschlags

Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an stärkere Lichteinwirkung. Tragen Sie zum Schutz Kleidung und vermeiden Sie längere Strahlungseinwirkung. Verwenden Sie stets hohe Lichtschutzfaktoren in Sonnenschutzmitteln.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

So erkennt man Krätze
So erkennt man Krätze Symptome und Behandlung von Skabies 00:00:56
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