Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Solebad

Die heilende Wirkung von Salz entdecken mit dem Solebad

Solebäder zählen zu den medizinischen Badeanwendungen und werden meist in einem therapeutischen Zusammenhang durchgeführt. Das dabei verwendete warme Wasser zeichnet sich durch seinen hohen Salzgehalt aus. Daraus und aus der jeweiligen Badetemperatur ergeben sich spezifische Eigenschaften, die sich auf unterschiedliche Arten auf den menschlichen Körper auswirken. Bereits in der Antike erforschte Hippokrates die Wirkung des Meerwassers auf den Körper. Dabei stellte er fest, dass sich das salzhaltige Nass gut zur Heilung von rheumatischen Erkrankungen und Hautleiden einsetzen lässt. Auch in anderen Kulturen wurde schon vor vielen Jahrhunderten beobachtet, dass Bäder in Salzwasser Schmerzen lindern konnten und die Menschen sich anschließend besser fühlten. Durch Reaktionen mit der Haut wirken die im Wasser gelösten Salze gefäßerweiternd. Gelenke und Muskeln werden optimaler durchblutet. Zugleich erleichtert der verbesserte Auftrieb im Salzwasser Bewegungstherapien und Gymnastik und belastet die Gelenke weniger.

Wie funktioniert und wirkt ein Solebad auf den Körper und die Gesundheit?

Der hohe Salzgehalt der Solebäder mildert nicht nur den Juckreiz bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne, er zeigt bei regelmäßiger Anwendung auch eine entzündungshemmende Wirkung. In speziellen Kliniken und Bädern durchgeführte mehrwöchige Kuren mit täglichen Bädern unter therapeutischer Überwachung bewirken bei vielen Patienten deutliche Gesundungsschübe. Die salzhaltigen Dämpfe der Sole wirken außerdem wohltuend und heilend bei Erkältungskrankheiten, Bronchitis und chronischem Asthma. Zugleich wirkt das Salzwasser durch seinen starken Auftrieb äußerst entspannend und lässt Sie zur Ruhe kommen.

Um die angenehme Wirkung eines Solebades zu genießen, müssen Sie nicht extra eine Wellness-Einrichtung oder eine Kurklinik aufsuchen. Sie benötigen dazu nur eine Badewanne, ein Kilogramm Salz und warmes Wasser. Lassen Sie zunächst etwas heißes Wasser in die Wanne und fügen Sie diesem das Salz hinzu. Geben Sie dem Salz etwa 45 Minuten Zeit, sich vollständig mit dem Wasser zu verbinden und füllen Sie anschließend die Wanne so weit mit Wasser, wie Sie möchten. Die Wassertemperatur sollte nicht weniger als 37 °C betragen.

Bei welchen Problemen soll ein Solebad helfen?

Solebäder werden vor allem zur medizinischen Behandlung von Allergien, Hauterkrankungen, Stoffwechsel- und Verdauungsbeschwerden, rheumatischen Leiden sowie Harnblasen- und Nierenleiden empfohlen. Auch bei Gicht oder Gelenkerkrankungen wirkt sich das Baden im Salzwasser vorteilhaft aus. Des Weiteren fördert ein Solebad die Durchblutung und beeinflusst durch die osmotische Wirkung des Wassers auch das vegetative Nervensystem positiv. Darüber hinaus kann das regelmäßige Baden in Solewasser bei Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen und Nervosität helfen.

Was sollte man beachten?

Da ein Solebad eine große Belastung für den Kreislauf darstellt, sollte die Badezeit zwanzig bis dreißig Minuten nicht übersteigen. Nach dem Bad sollten Sie sich ausruhen, damit sich die entspannende Wirkung in Ihrem gesamten Körper ausbreiten kann.

Verzichten Sie bei der Verwendung von unbehandeltem Natursalz nach dem Baden auf das Frottieren mit dem Handtuch. Lassen Sie stattdessen das Salzwasser langsam auf Ihrer Haut trocknen. Bei chemisch aufbereiteten Salzbädern müssen Sie Ihre Haut kurz abspülen.

Anzeige