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Gesundheitslexikon: Shiatsu (Massage)

Shiatsu: die japanische Heilmassage

Wer sich etwas Gutes tun möchte, begibt sich gern in die Hände eines erfahrenen Masseurs. Vor allem die japanische Variante – die ausgleichende Shiatsu-Massage – ist in Deutschland sehr beliebt.

Was ist eine Shiatsu-Massage?

Die Shiatsu-Massage ist eine überlieferte Heilanwendung, die ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) findet. Die TCM-Ärzte des Mittelalters verbreiteten nicht nur ihre medizinischen Lehren im gesamten asiatischen Raum, sondern zelebrierten auch die dazugehörigen Bewegungsübungen und Anwendungen zum Vorteil der Patienten. Daraus entwickelte sich die Shiatsu-Massage. Dabei geht man von einem Meridian-System innerhalb des Körpers aus. Hintergrund ist die Annahme, dass eine energetische Strömung, das sogenannte Qi, frei durch den Körper zirkulieren muss. Eine Blockade dieser Energie kann zu Problemen und letztlich zu Krankheiten führen. Mithilfe der Shiatsu-Massage soll ganz konkret der freie Fluss des Qi angeregt werden.

Wie läuft eine Shiatsu-Massage ab?

Die Shiatsu-Massage wirkt in erster Linie auf die auch im Westen anerkannten Akupunktur-Punkte. Ferner werden die Meridiane angesprochen und sollen geöffnet werden. Dafür kommen verschiedene Druck-, Dreh-, Press- und Rotationsbewegungen zum Einsatz. Der Masseur arbeitet dabei mit seinem eigenen Körpergewicht und stellt darüber hinaus auch eine energetische Bindung zum Patienten her. Dieser wird zur mentalen Mitarbeit angehalten: Er soll seinen Geist öffnen und den unterstellten Energiefluss zum Therapeuten unterstützen. Eine Shiatsu-Massage dauert mindestens 60 Minuten, kann aber auch bis zu 120 Minuten andauern, wenn die medizinische Indikation dies vorsieht. Massiert wird entweder auf einer speziellen Shiatsu-Matte oder auf einer dazu konzipierten Liege.

Bei welchen Problemen soll die Shiatsu-Massage helfen?

In Europa wird die Shiatsu-Massage überwiegend im Rahmen einer Wellness-Behandlung wahrgenommen. Sie wirkt meist entspannend auf Körper und Geist. Häufig können dadurch Verstimmungen beseitigt werden. Die Massage wirkt zunächst einmal auf den Lymphfluss und trägt zu einer Entstauung der Gewebe bei. Die Zirkulation des Blutes verbessert sich, wodurch Schmerzen nachlassen können. Wie bei allen Massagen entspannt sich auch das vegetative Nervensystem. Damit kann der Blutdruck sinken und somit der Puls ruhiger und niedriger werden. Die stimulierten Muskeln können sich durch eine Shiatsu-Massage ebenfalls besser regenerieren und schädliche Stoffwechselprodukte schneller aus dem Gewebe abtransportiert werden.

Was sollte man bei der Shiatsu-Massage beachten?

Nur in wenigen Ländern ist Shiatsu staatlich anerkannt und wird dort nach einer medizinischen Indikation entsprechend eingesetzt. In Deutschland kann eine Shiatsu-Massage ebenfalls komplementärmedizinisch fundiert sein. Dann wird eine solche therapeutische Maßnahme zunächst von einem TCM-Arzt verschrieben und dient im Rahmen einer ganzheitlichen medizinischen Behandlung als Bestandteil der Anwendungen. Begriffe wie ‚Shiatsu-Therapeut‘ oder ‚Shiatsu-Masseur‘ sind in Deutschland jedoch nicht geschützt. Die Auswahl Ihres Masseurs sollten Sie daher mit Sorgfalt treffen.

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