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Gesundheitslexikon: Serotonin

Serotonin – das Glückshormon

Der Neurotransmitter Serotonin gilt als unser Glückshormon. Und das zu Recht: Ein gesunder Serotoninhaushalt ist verantwortlich für unser Wohlbefinden und unerlässlich für die ausgeglichene mentale und körperliche Gesundheit. Um den Pegel auf einem gesunden Niveau zu halten, muss man einiges beachten.

Der Botenstoff für gute Laune

Serotonin ist ein überaus wichtiger Botenstoff, der vor allem im Zentralnervensystem, aber auch im Darm und im Herz-Kreislauf-System eine große Rolle spielt. Vor allem für seine positive Eigenschaft, unsere Stimmung aufzuhellen, ist Serotonin bekannt. Ein Mangel des Neutrotransmitters hat negative Auswirkungen: Unsere Stimmung verschlechtert sich unmittelbar.

Aber auch andere Funktionen machen Serotonin unverzichtbar. Es reguliert beispielsweise unsere Körpertemperatur, unseren Schlafrhythmus und die Spannung unserer Blutgefäße. Serotonin wird im Gehirn gebildet. Die körpereigene Herstellung wird unter anderem durch den Verzehr von Kohlehydraten gefördert. Auch Sport kann nachweislich den Serotoninpegel erhöhen, weshalb wir uns nach sportlichen Aktivitäten meist glücklicher fühlen.

Vielfältige Wirkung im Körper

Die Medizin konnte im menschlichen Körper bisher zumindest 14 Rezeptoren für Serotonin identifizieren, die wichtigsten davon befinden sich im Gehirn. Neben Noradrenalin und Dopamin gilt es als das wichtigste Glückshormon – ein langfristiger Mangel kann hingegen Depressionen auslösen.

Außerdem hängt es mit der Ausschüttung von Serotonin zusammen, wann wir munter werden – ein Rückgang des Botenstoffes lässt uns dementsprechend müde werden. Außerdem wirkt er im Kreislaufsystem, indem er die Blutgefäße kontrahieren lässt. Die Darmperistaltik wird ebenfalls entscheidend durch Serotonin beeinflusst. Es hat aber noch viele andere Wirkungen: So verzögert es die Blutgerinnung und lässt den Blutdruck senken. Zudem werden einige Serotonin-Vorstufen dafür eingesetzt, um unseren Appetit zu hemmen.

Vom Gehirn produziert

Serotonin wird im Gehirn produziert. Die Blut-Gehirn-Schranke verhindert weitgehend, dass man es von außen zuführen kann. Deshalb werden meist Vorstufen des Hormons für die medikamentöse Behandlung eingesetzt, welche der Körper schließlich zu Serotonin umwandelt. Um seine Wirkung zu entfalten, dockt es an den sogenannten 5-HT3-Rezeptoren an, welche an zahlreichen Organen, vor allem aber im Gehirn, zu finden sind.

Mangel kann zu Depressionen führen

Da Serotonin entscheidenden Einfluss auf die Stimmung hat, wird eine Mangelerscheinung mit Depressionen, Angstzuständen oder Aggressionen in Zusammenhang gebracht. Weitere negative Auswirkungen sind Schlafstörungen, aus dem Gleichgewicht geratene Sexualität und ein erhöhtes Schmerzempfinden. Weshalb ein solcher Mangel zustande kommt, ist noch nicht restlos geklärt. Letzte Erkenntnisse lassen allerdings vermuten, dass ein Serotoninmangel zum Teil mit einer geschädigten Darmflora zusammenhängt.

Was tun gegen Serotoninmangel?

Um einen Serotoninmangel auszugleichen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Bei medizinischen Behandlungen werden meist selektive Wiederaufnahmehemmer eingesetzt. Dies führt dazu, dass Serotonin im Gehirn wieder besser und länger seine positive Wirkung ausüben kann.

Aber auch eine gesunde Ernährung kann helfen: Kohlehydrathaltige Nahrung kurbelt die Serotoninproduktion an. Bananen, Walnüsse, Ananas, Tomaten und Kakao helfen, einen Mangel auszugleichen. Außerdem ist erwiesen, dass Sport hierfür in besonderem Maße geeignet ist. Mit regelmäßiger Bewegung tun Sie also nicht nur ihrem Körper, sondern auch ihrem Geist etwas Gutes.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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