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Gesundheitslexikon: Schuppen

Schuppen sind meist unschön, aber harmlos

Schuppen verliert jeder Mensch, da sich die Haut etwa alle 28 Tage erneuert. Dabei werden abgestorbene Hautzellen vom Körper abgestoßen. Sie sind so klein, dass sie kaum sichtbar sind. Wenn die Schuppen allerdings verklumpen, dann flocken sie auf Schultern und Nacken. Bei dunklen Haaren sind sie auf dem Kopf gut zu sehen, was den Betroffenen meist sehr unangenehm ist.

Ursachen

Es kann zwischen trockenen und fettigen Schuppen unterschieden werden. Trockene Kopfschuppen werden durch ein trockenes Ambiente, welches von Klimaanlagen und Heizungen ausgelöst wird, verursacht. Viele Menschen neigen gerade in den Wintermonaten häufiger zu Schuppenbildung, da der Wechsel zwischen kalter und feuchter Luft im Freien sowie warmer und trockener Luft in den Gebäuden die Kopfhaut irritiert. Auch Shampoos mit stark entfettenden Inhaltsstoffen sind für die Schuppenbildung verantwortlich. Fettige Schuppen sind dagegen zurückzuführen auf eine erhöhte Talgproduktion. Männer leiden häufiger als Frauen unter Kopfschuppen, da ihre Körperdrüsen vermehrt Talg produzieren. Zudem kann ein in der Hautflora vorkommender Hefepilz Schuppen auslösen. Vermehrt sich dieser schnell, schuppt die Kopfhaut umso häufiger. Hormonumstellungen während der Pubertät können ebenfalls Schuppen bilden. Weiterhin können Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte oder Pilzinfektionen für die Bildung von Kopfschuppen verantwortlich sein. Weitere Auslöser können Temperatur- und Klimawechsel, Stress, erbliche Veranlagung oder reizende Haar- und Kopfhautpflegeprodukte sein.

Symptome

Die trockenen Schuppen sind im Gegensatz zu den fettigen Schuppen eher fein. Sie sehen aus wie kleine weiße Flöckchen, die auf Kamm, Bürste, in den Haaren und auf der Kleidung im Schulter- bzw. Nackenbereich sichtbar sind. Juckende Kopfhaut und extrem trockenes oder fettiges Haar sind weitere Symptome bei schuppiger Kopfhaut.

Diagnose

Um eine Hautkrankheit auszuschließen, sollte der Betroffene den Arzt aufsuchen, wenn von selbst keine Besserung eintritt und die Kopfhaut stark gerötet ist. Nach einer gründlichen Anamnese kann der Hautarzt bei Verdacht auf eine Pilzerkrankung einen Abstrich der Erregerkultur nehmen und diesen im Labor untersuchen. Weiterhin kann er einen Allergietest durchführen, Blut abnehmen oder eine Gewebeprobe entnehmen, die analysiert werden muss. Danach erst kann eine geeignete Therapieform vorgeschlagen werden.

Behandlung

Bei trockenen Schuppen können milde Shampoos helfen, die natürliche Hautflora wiederherzustellen. Zusätzlich kann ein wenig Olivenöl auf die Kopfhaut massiert werden. Diese sollte über Nacht einwirken und kann am nächsten Morgen mit einem rückfettenden, milden Shampoo ausgewaschen werden. Bei fettigen Schuppen empfehlen sich Anti-Schuppen-Shampoos, die überschüssiges Fett ausspülen und zudem eine Verbreitung des Kopfpilzes hemmen. Zu Beginn sollte es etwa dreimal die Woche angewendet werden, bis sich sichtbar weniger Schuppen bilden. Anschließend sollte das Haar mit dem Anti-Schuppen-Shampoo wenigstens einmal die Woche gewaschen werden. Nach wenigen Wochen sollten die Schuppen nahezu verschwunden sein. Eine Besserung kann auch ein Aufenthalt an der See verschaffen. Die salzhaltige Luft und die natürlichen Wirkstoffe im Meer können die Hautflora regulieren und trockenen Schuppen so auf natürliche Weise entgegen wirken. Andererseits kann hohe Luftfeuchtigkeit die Vermehrung fettiger Schuppen begünstigen.

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