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Gesundheitslexikon: Schmierblutung

Zwischenblutungen: Das können die Ursachen sein
Zwischenblutungen: Das können die Ursachen sein Sind Schmierblutungen immer schlimm? 00:01:07
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Schmierblutung: harmlos oder Indiz für eine Erkrankung?

Als Schmierblutung bezeichnet man einen bräunlich-roten vaginalen Ausfluss, der bei Frauen außerhalb ihres normalen Menstruationszyklus vorkommen kann. Häufig sind diese Blutungen harmlos, ihre Ursachen können jedoch auch Hinweise auf ernste Grunderkrankungen sein. Daher sollten Sie jede erstmalig auftretende Blutung von einem Arzt abklären lassen.

Warum treten Schmierblutungen auf?

Häufige Ursachen von Schmierblutungen sind hormonelle Schwankungen. Diese können z.B. auftreten, wenn Sie mit der Einnahme eines Verhütungsmittels beginnen. Hormonelle Umstellungen können aber auch während der Pubertät und zu Beginn der Wechseljahre auftreten. Zu möglichen organischen Ursachen zählen Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen, Tumore und Entzündungen im Genitalbereich. Bei Frauen im Alter zwischen 35 und 50 Jahren finden sich oft gutartige Muskelverwachsungen (‚Myome‘). Bösartige Tumore wie Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs können ebenfalls Ursachen für Zwischenblutungen sein. Auch Verletzungen der Schleimhäute können zu Schmierblutungen führen.

In welcher Form treten Schmierblutungen auf?

Schmierblutungen äußern sich in der Regel als bräunlich-rötlicher Ausfluss. Im Zusammenhang mit hormonellen Ursachen können diese Blutungen wenige Stunden bis mehrere Tage anhalten, sind jedoch meist deutlich schwächer als die normale Regelblutung. Schmierblutungen, die während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten, können ein Hinweis auf eine ernsthafte Ursache sein und sollten immer ärztlich untersucht werden.

Untersuchung durch den Facharzt

Der Frauenarzt wird Sie in der Regel zunächst zu Ihren Beschwerden und Symptomen befragen. Die anschließende Untersuchung wird dann auf dem sogenannten ‚gynäkologischen Stuhl‘ durchgeführt. Hier lassen sich durch vorsichtiges Abtasten des Genitalbereiches und der Schleimhäute bereits mögliche Auslöser erkennen.

Zusätzlich kann der Arzt mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung Veränderungen an der Gebärmutter feststellen und so unter anderem Myome oder verdächtige Geschwüre erkennen. Auch Untersuchungen von Blut und Urin können im Rahmen der Diagnostik angezeigt sein. Verschiedene Blutwerte geben dem Arzt Hinweise auf eine Schwangerschaft oder Entzündungsherde. Auch im Urin lassen sich Hinweise auf Infektionen finden. Zusätzlich gibt es bei Verdacht auf hormonelle Ursachen spezielle Testverfahren, mit deren Hilfe verschiedene Hormonwerte in Blut und Urin bestimmt werden können.

Behandlung/Therapie

Die Behandlung einer Schmierblutung richtet sich immer nach der auslösenden Ursache. Oft sind die bei Frauen im jungen und mittleren Alter vorkommenden hormonell bedingten Schmierblutungen nicht behandlungsbedürftig. Bei zu starken Hormonschwankungen können jedoch künstliche oder pflanzliche Hormonpräparate zum Einsatz kommen. Leiden Sie unter einer Entzündung oder Infektion, wird der Arzt diese in der Regel mit Medikamenten behandeln. Bei organischen Veränderungen wie Myomen oder bösartigen Tumoren können zusätzlich operative Maßnahmen notwendig sein.

Vorbeugung

Grundsätzlich können Sie Schmierblutungen nur bedingt vorbeugen. Sind die Auslöser zum Beispiel hormonell bedingt, aber nicht behandlungsbedürftig, so finden Sie im Bereich der Pflanzenheilkunde verschiedene Mittel, die ausgleichend auf den Hormonhaushalt wirken sollen.

Organische Veränderungen oder Infektionen im Genitalbereich können jedoch lange Zeit ohne Symptome voranschreiten. Daher ist es empfehlenswert, zur Vorbeugung oder frühzeitigen Diagnose ernster Erkrankungen die jährlich angebotene Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen. Sie wird bereits für Frauen ab 20 Jahren empfohlen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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