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Gesundheitslexikon: Sauna (inkl. verschiedene Saunaarten wie Finnische Sauna etc.)

Sauna – Gesundheit für Körper und Seele

Gerade in der kühlen Jahreszeit kann der Besuch einer Sauna den verlangsamten Stoffwechsel in Schwung bringen und eine Wohltat für die Seele sein. Doch was bewirkt ein Aufenthalt in einer solchen Schwitzkammer genau und worauf muss der Besucher besonders achten?

Was ist eine Sauna und wie funktioniert sie?

Eine Sauna ist ein geschlossener und mit Hitze erfüllter Raum. Der Innenraum einer Sauna ist meist zwischen 80 und 100 Grad Celsius aufgeheizt. Die hölzernen Sitzgelegenheiten sind treppenförmige angebracht. Nur mit einem Handtuch bekleidet kann man darauf entspannt Platz nehmen. Ob sitzend oder liegend spielt keine Rolle. Dann beginnt die eigentliche Schwitz-Prozedur. Jeder Saunagang sollte ungefähr zehn Minuten lang andauern, doch niemals mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen. Nach dem Verlassen der Sauna ist es wichtig, die Haut mit kühlenden Wassergüssen oder dem kurzen Eintauchen in ein Becken, abzukühlen. Anschließend gönnt man dem Körper eine Ruhepause, idealerweise an der frischen Luft. Empfohlen werden nicht mehr als vier Sauna-Gänge pro Tag, jeweils mit zeitlich moderatem Abstand dazwischen.

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Klassisch und sehr beliebt ist die sogenannte Finnische Sauna. Hier wird der Raum auf bis zu 100 Grad Celsius erwärmt. Zusätzlich sorgen Aufgüsse für eine hohe Luftfeuchtigkeit mit extremer Hitzeempfindung. Abwandlungen bietet die Finnische Sauna durch aromatische Aufgüsse. Die etwas mildere und nebligere Variante ist das bekannte Dampfbad. In dem komplett mit Kacheln versehenen Raum herrscht eine äußert hohe Luftfeuchtigkeit bei angenehmer Hitze von ungefähr 60 Grad Celsius. Die Sichtweite beträgt meist nur einen Meter. In der Infrarot-Sauna wird der Körper nicht über die äußere Raumluft erhitzt, sondern durch eine tiefgehende Infrarotstrahlung gleichmäßig erwärmt. Sie wird gerade von Sauna-Neulingen als angenehmer empfunden.

Welche Wirkung hat Saunieren auf den menschlichen Körper?

Wer eine Sauna betritt, dem stehen in wenigen Minuten die Schweißperlen nicht nur auf der Stirn. Durch den extremen Temperaturunterschied zwischen dem eigenen Körper und der Hitze der Sauna läuft die Wärmeregulation zur Hochform auf. Um möglichst schnell über die Verdunstung des Schweißes eine Kühlung zu erzeugen, pumpen Herz und Gefäße eifrig Blut in alle Körperareale. Die Gliedmaßen werden erwärmt, die Zellen weiten sich und der gesamte Organismus wird kräftig durchblutet.

Durch die anschließende abrupte Kühlung, beispielsweise in einem Tauchbecken oder unter der Dusche, ziehen sich die Gefäße wiederum schlagartig zusammen.

Bei welchen Problemen soll Saunieren helfen?

Der regelmäßige Saunagang soll insbesondere in der kalten Jahreszeit den gesamten Organismus stabilisieren und vor Erkältungserkrankungen und Infekten der oberen Atemwege schützen. Durch die Erhitzung des Körpers und die anschließende rasche Abkühlung soll das Immunsystem angekurbelt werden. Diese gewollt herbeigeführte, minimale Stressreaktion der Zellen schiebt nämlich die Endorphin-Ausschüttung an und setzt Abwehrzellen frei. Der Körper fühlt sich robust, wach und widerstandsfähig an.

Was soll man unbedingt beachten?

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem Venenleiden sollten von einem Saunabesuch generell absehen. Menschen mit chronischen Krankheiten und auch Schwangere müssen den geplanten Gang in die Schwitzkammer mit einem Arzt besprechen. Doch auch gesunde Menschen sollten mit Verstand Saunieren. Eine regelmäßige und isotonische Flüssigkeitszufuhr ist genauso wichtig wie die entsprechenden Ruhezeiten einzuhalten. Wer unsicher ist, sollte sich lieber zurückhalten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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