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Gesundheitslexikon: Salbei

Salbei – wohlriechendes Allheilmittel

Salbei gehört mit bis zu 900 verschiedenen Arten zu den artenreichsten Gattungen auf der Welt. Der wohlriechende Echte Salbei (Salvia officinalis) ist als Küchenkraut beliebt und wird als Heilpflanze geschätzt, da er die Heilung einer ganzen Reihe von Krankheiten unterstützt. Er wächst als Halbstrauch und wird etwa bis zu einem Meter hoch. Die Blätter des Salbeis sind länglich oval und die Blüten violett, weiß oder seltener rosafarben. Seine bakterien- und entzündungshemmenden Eigenschaften werden seit der Antike in der Medizin angewendet. Daher sollte er in keinem Kräutergarten fehlen.

Vorkommen

Salbei ist in seinen unzähligen Arten überall auf der Welt, außer in Australien und der Antarktis, natürlich vertreten. Der Echte Salbei war ursprünglich in den Mittelmeerländern heimisch, ist aber inzwischen in ganz Europa verbreitet. Er wächst problemlos an einem sonnigen Standort im Kräutergarten oder in einem Kübel auf dem Balkon. In der kalten Jahreszeit sollte er allerdings an einem geschützten Ort überwintern.

Verwendung und Wirkung als Heilpflanze

Verwendet werden die Blätter der Pflanze. Bereits Hippokrates soll Salbei in der Frauenheilkunde angewendet haben. Die Wirkstoffe des Salbeis befinden sich vorwiegend in seinen ätherischen Ölen. Die Inhaltsstoffe Thujon, Linalool und Cineol verleihen ihm seinen aromatischen Duft und Gerb- bzw. Bitterstoffe sowie eine Reihe von sekundären Pflanzenstoffen seine heilende Wirkung. Bei Letzteren sind am meisten Rosmarin- und Kaffeesäure vertreten. Seit dem Mittelalter ist bekannt, dass Salbei besonders förderlich im Zusammenhang mit schwer verdaulicher Kost wirkt. Er verleiht also dem Essen nicht nur ein wunderbares Aroma, sondern fördert auch noch dessen Bekömmlichkeit. Salbei unterstützt außerdem die Verdauung und kann Magen- und Darmprobleme lindern. Kosmetisch wird Salbei auch als Sud zum Verdunkeln der Haare angewendet. Dieser Effekt ist den Gerbstoffen zu verdanken. Bei unreiner Haut angewendet wirkt Salbei antiseptisch und kann Pickelchen verschwinden lassen. Für den Rachen kann Salbeitee oder eine Lösung zum Gurgeln verwendet werden. Diese fördern zudem die Linderung von Halsweh und Heiserkeit. Salbeibonbons oder ein Löffel mit Honig, in welchem Salbei eingelegt wurde, können ebenso Linderung bei Rachenproblemen verschaffen. Des Weiteren hilft das Kauen eines Salbeiblattes perfekt gegen Mundgeruch. Spülungen unterstützen die Genesung von Entzündungen im Mundraum. Wer stark schwitzt, kann versuchen, dies mithilfe der schweißhemmenden Wirkung von Salbeitee in den Griff zu bekommen. Seine antioxidativen Eigenschaften machen das Kraut zu einem wertvollen Fänger von freien Radikalen und schützen die Zellen somit vor Krebs. Eine desinfizierende Wirkung hat das Salbeiöl, welches aus den Blättern der Pflanze extrahiert wird.

Hinweise

Durch den hohen Gehalt an Thujon ist das ätherische Öl bei einer Überdosierung giftig. Daher sollte Salbei auch in Form von Tees oder anderen Produkten nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Stillende Mütter verzichten am besten ganz auf die Anwendung von Salbei, da der Milchfluss unterbunden werden kann. Ist dies gewünscht, empfiehlt es sich natürlich Salbei zu nutzen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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