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Gesundheitslexikon: Rosacea (Rosazea)

Rosacea: Ursachen, Symptome und Behandlung der Kupferrose

Sie beginnt mit Rötungen unklaren Ursprungs in der Mitte des Gesichts. Betroffene sind meist irritiert und halten sie für ein Stress- oder Kälte-Symptom – bis erste Pusteln oder Knötchen auftreten. Die Rede ist von Rosacea, einer Hautkrankheit, die vor allem Menschen ab 30 aufwärts befällt. Die chronische Erkrankung ist zwar nicht vollständig heilbar, lässt sich jedoch mit Medikamenten und der richtigen Pflege meist gut in den Griff bekommen.

Was ist Rosazea?

Rosacea – auch Rosazea, Kupferrose oder Gesichtsrose genannt – befällt zumeist den mittleren Teil des Gesichts im Bereich der Stirn, Nase, unteren Augen- und Wangenpartie sowie des Kinns. Sie kann auch auf die Augen übergreifen und dauerhafte Hornhautschäden verursachen. Der Krankheitsverlauf lässt sich in drei Stadien aufteilen, die den Schweregrad der Erkrankung beschreiben und nahtlos ineinander übergehen, sofern keinerlei wirkungsvolle Therapiemaßnahmen eingeleitet werden. Neben Rötungen, Schwellungen und Entzündungen kann Rosacea insbesondere bei älteren Männern aufgrund von Wucherungen zu einer so genannten Knollen- oder Blumenkohlnase führen.

Ursachen

Die genauen Ursachen der Erkrankung konnten bisher nicht geklärt werden. Es existiert jedoch eine Reihe von Risikofaktoren, die vermutlich in Kombination miteinander zum Ausbruch der Rosazea führen. Hierzu gehören Alkohol-, Kaffee- und Tee-Konsum, hautirritierende Pflegeprodukte, scharfe Gewürze sowie übermäßige Sonneneinstrahlung.

Symptome

Das erste Stadium der Krankheit wird auch als Couperose bezeichnet und äußert sich durch spontane Hautrötungen, die beispielsweise in Stress-Situationen oder bei extremen Temperaturen oder Alkoholgenuss auftreten. Couperose wird häufig von einem Spannungsgefühl der Haut sowie von Jucken und Brennen begleitet. Erste kleine Hautknötchen können auftreten. Diese verstärken sich im zweiten Stadium; hinzu kommen außerdem entzündete Schwellungen mit oder ohne Eiterbildung. Die Beschwerden treten phasenweise auf und ähneln in ihrer Symptomatik einer starken Akne. Die bereits beschriebenen Wucherungen im Nasen-, aber auch im übrigen Gesichtsbereich sind Bestandteil des dritten Rosacea-Stadiums. Zu diesem Zeitpunkt besteht auch die Gefahr dauerhafter Hornhautschädigungen. Häufig treten zudem Bindehaut- und Lidrandentzündungen sowie eine chronische Trockenheit der Augen auf.

Diagnose

Hautärzte erkennen eine Rosacea zumeist an den äußerlichen Symptomen. Zusätzlich kann eine Hautprobe genommen und mikroskopisch untersucht werden, um ähnliche Erkrankungen auszuschließen. Wenn während der Anamnese über weitere Beschwerden wie beispielsweise eine Beeinträchtigung der Sehkraft berichtet wird, erfolgt die Überweisung an einen entsprechenden Spezialisten.

Behandlung

Sofern das dritte Stadium der Rosacea noch nicht erreicht wurde, genügt zumeist eine Behandlung der Gesichtshaut. Verwendet wird hier meist eine Creme oder Salbe, die die Wirkstoffe Azelainsäure und/oder Metronidazol enthält. In schwereren Fällen können Antibiotika verabreicht werden; aufgrund der zahlreichen möglichen Nebenwirkungen sind Risiko und Nutzen jedoch gründlich gegeneinander abzuwägen. Patienten im dritten Rosazea-Stadium, die von Wucherungen betroffen sind, können diese abschleifen oder mittels einer Co2-Laserbehandlung entfernen lassen. Eine Laserbehandlung kommt auch zur dauerhaften Beseitigung sichtbarer Äderchen in Betracht. Kosmetisch lassen sich Rötungen mit grünstichigen Grundierungen und Make-up kaschieren. Hautmassagen sowie spezielle Pflegeprodukte für empfindliche Haut und Couperose wirken beruhigend und beugen akuten Hautreizungen vor.

Vorbeugung

Um einer Verschlechterung der Rosacea vorzubeugen, sollten Risikofaktoren gemieden werden. Das Führen eines Krankheitstagebuchs kann zu einem bewussteren Umgang mit der Rosacea beitragen und dabei helfen, eine Verschlechterung des Zustands frühzeitig zu erkennen. In ihm lassen sich beispielsweise das aktuelle Erscheinungsbild der Haut, die Einnahme von Medikamenten sowie die Ernährung dokumentieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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