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Gesundheitslexikon: Reiki

Mit Reiki den Körper neu beleben

Wenn eine Mutter dem weinenden Kind schützend den Kopf streichelt, oder wir uns bei Ohrenschmerzen mit den Händen das pochende Ohr abschirmen, dann wenden wir intuitiv Reiki an. Bei der japanischen Heilform geht es um 'Energiearbeit'. Die körperlichen Energien sollen ausgeglichen fließen können und der Körper harmonisch schwingen. Doch kann eine solche Methode wirklich helfen?

Was ist Reiki?

Reiki ist eine Behandlungsform innerhalb der Alternativmedizin. Streng genommen allerdings geht es hier nicht um Krankheitsursache, Diagnose und Therapieauswahl, sondern Reiki soll vielmehr eine präventive Maßnahme sein, um den Körper vor Krankheiten zu schützen. Man geht bei Reiki davon aus, dass alle Lebewesen, also Menschen, Tiere und Pflanzen, von einer universellen Energie belebt werden. Diese Energie fließt unaufhaltsam durch den Körper. Kommt es zu einer Blockade oder einem Verlust von Energie, so können sich daraus Krankheiten entwickeln. Durch aktive Energiearbeit soll der sogenannte Reiki-Meister diese Energiebahnen positiv verändern können und anregen. Dabei nutzt er die Kraft seiner Hände. Diese werden dem Patienten aufgelegt. Manche Reiki-Meister bevorzugen auch das 'Strömen' der Energien mit einer gewissen Distanz zum Körper. Auch Klopf- oder Druckanwendungen werden ausgeführt. Zudem gibt es auch einige Symbole, die den Energiefluss im Körper steuern und beeinflussen sollen. Ziel einer solchen Behandlung ist es, den Körper wieder 'in Fluss' zu bringen, um ihn so vor Krankheiten, Niedergeschlagenheit und Problemen zu bewahren.

Wie läuft eine Reiki-Behandlung ab?

Der Reiki-Meister kann den Patienten entweder liegend, sitzend oder im Stehen behandeln. Er spürt mit seinen Händen die Energiebahnen des Körpers auf, um sie zu aktivieren oder zu korrigieren. Eine solche Behandlung kann unterschiedlich lange andauern. Der Reiki-Meister dient dabei lediglich als steuernder Kanal, er bringt also keine eigene Lebensenergie in den Patienten ein.

Welche verschiedenen Arten von Reiki gibt es?

Man unterscheidet zwischen der westlich geprägten Ausführung, also der, wie sie in Deutschland praktiziert wird, und der japanischen Ausführung. Im Ursprungsland Japan wird Reiki durch die unterschiedlichen kulturellen und religiösen Voraussetzungen anders in den Alltag integriert. Dort ist Reiki ein naturgemäßer Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und wird als Basis für ein gelungenes Leben interpretiert. Die westliche Auslegung von Reiki dient eher als eine Ergänzung der alternativmedizinischen Behandlungsform.

Bei welchen Beschwerden könnte Reiki hilfreich sein?

Reiki sollte nicht als isolierte Therapieform betrachtet werden. Vielmehr ist es ein Baustein innerhalb vieler alternativmedizinischer Möglichkeiten. Grundsätzlich fußt Reiki darauf, den Menschen durch den Ausgleich der Energien gesund zu halten und Krankheiten abzuwenden. Manche Reiki-Meister haben sich nach eigenen Angaben auf die Behandlung einzelner Krankheiten spezialisiert. Sie kooperieren auch oft mit Kinesiologen oder Heilpraktikern.

Was sollte man bei Reiki beachten?

Mehrere Studien zu Reiki kommen zu gänzlich unterschiedlichen Ergebnissen. Ein generelles Versagen dieser alternativen Heilkunst kann dabei ebenso wenig festgestellt werden wie ein positives Ergebnis einer solchen Behandlung. Inwiefern ein Placebo-Effekt mitschwingt, lässt sich ebenfalls nicht exakt voraussagen. Vielfach berichten Patienten von einer Besserung ihrer Beschwerden und einem neuen Lebensgefühl. Ob dies alleine auf die positive Zuwendung des Reiki-Meisters beruht, lässt sich schwer sagen. Die Krankenkassen zahlen eine solche Anwendung nicht. Da Reiki keine Nebenwirkungen hat, könnte eine solche Behandlung aber als Zusatzanwendung im Rahmen einer schulmedizinischen oder alternativmedizinischen Behandlung hilfreich sein.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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