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Gesundheitslexikon: Rauchen (Nikotinsucht, Nikotinabhängigkeit)

Rauchen – Blauer Dunst mit Suchtfaktor

Als Rauchen wird primär das Inhalieren von brennendem Tabakrauch bezeichnet. In Form von Zigaretten, Zigarren oder Wasserpfeifentabak wird das Rauchen ermöglicht. Der Tabakkonsum zählt seit Jahrtausenden zum Lebenswandel vieler (amerikanischer) Kulturen. Ab dem 16. Jahrhundert fand der verbreitete Einzug in Europa statt.

Rauchen und die Gesundheit

Rauchen gefährdet die Gesundheit – diese Erkenntnis prangt nicht nur auf diversen Zigarettenschachteln. Die meisten Menschen wissen auch so um die erheblichen Risiken, die der Tabakgenuss mit sich bringt. Auch, dass er Abhängigkeit fördert. Dennoch können – oder wollen – viele Raucher sich der ungesunden Angewohnheit nicht entziehen. Das Suchtmittel zählt, neben Alkohol, zu den verbreitetsten überhaupt. Allein in Deutschland rauchen, mindestens gelegentlich, über 20 Millionen Menschen. Neben dem puren Genuss suggeriert das Rauchen vielen Menschen ein Entspannungsgefühl. Andere rauchen aus purer Gewohnheit. Ganz gleich, welche Gründe vorliegen – der Tabakkonsum bringt diverse gesundheitliche Risiken mit sich. Auch das Passivrauchen sollte vermieden werden, da dies mit den gleichen Gefahren einhergeht. In Deutschland sterben jährlich über 100.000 Leute an den Folgen des direkten und indirekten Rauchens.


Die Nikotinsucht

Nikotin ist der süchtig machende Stoff, der in Tabak enthalten ist. In Deutschland sind etwa 80 Prozent aller Raucher abhängig von dem Zusatz – sei es psychisch oder physisch. Doch wie wirkt Nikotin? Kurz nach der Inhalation beginnt das Herz schneller zu schlagen, der Blutdruck sinkt und die Gefäße ziehen sich zusammen. Zugleich werden Stress, Angst und Appetit unterdrückt. Die Nikotinabhängigkeit bewerkstelligt, dass sich die Betroffenen, sobald sie einen Entzug machen, gestresst fühlen. Oftmals kommt es auch zu Heißhunger und Schlaflosigkeit.

Was macht Rauchen mit dem Körper?

Rauchen, egal ob gelegentlich oder ständig, bringt viele Risiken mit sich. Zu den bekanntesten Symptomen zählen Raucherhusten und Kurzatmigkeit. Des Weiteren kann es zu gravierenden Folgekrankheiten kommen. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Lungenkrebs oder Raucherbeine – die Liste der Leiden ist lang. Auch Erkrankungen und Rückbildungen des Zahnfleisches sind möglich. Die individuelle Diagnose stellt der Facharzt mithilfe verschiedener Methoden. Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen können Aufschluss über Krankheiten geben, die mit dem Rauchen einhergehen. Schulmedizinische Forschungen haben ergeben, dass starke Raucher – statistisch betrachtet – zehn Jahre ihrer Lebenserwartung einbüßen.

Raucherentwöhnung – Tipps zum Aufhören

Endlich mit dem Rauchen aufhören – diesen Wunsch hegen viele Betroffene. Den wenigsten Menschen gelingt es. Viele Raucher schaffen den Absprung für eine überschaubare Zeit – insbesondere zum Jahreswechsel gehört das Ablassen von alten Gewohnheiten zu den guten Vorsätzen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, langfristig vom Tabakkonsum abzusehen. Hierfür gibt es diverse Methoden. Die wichtigste Grundvoraussetzung für die Entwöhnung ist aber, dass die Person wirklich gewillt ist. Mit einer klaren Entscheidung, die sich gegen das Rauchen richtet, wird die Basis für den Entzug geschaffen. Um langfristig von alten Gewohnheiten los zu kommen, bieten sich Gruppentherapien oder Nikotinpflaster aus der Apotheke an. Auch alternative Behandlungsformen, beispielsweise Hypnosen oder Akupunkturen, können Abhilfe schaffen.

Denken Sie daran: Wer mit dem Rauchen aufhört, reduziert das Risiko erheblicher Folgeerkrankungen.

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