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Gesundheitslexikon: Rachenentzündung (Pharyngitis)

Eine Rachenentzündung ist meist Teil einer Erkältung oder Grippe

Pharyngitis ist eine Entzündung der Schleimhaut im Rachen. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Pharyngitis. Meist tritt die akute Form dann auf, wenn bereits eine virale Entzündung im gesamten Hals-Nasen-Raum vorliegt. Pharyngitis beginnt plötzlich, verläuft mit heftigen Symptomen und ist äußerst ansteckend. Die chronische Variante dagegen ist nicht infektiös. Sie entwickelt sich allmählich und besteht über einen längeren Zeitraum.

Ursachen

Die akute Pharyngitis entsteht oft im Rahmen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts und wird durch Viren ausgelöst. Es gibt verschiedene Arten von Viren, die eine Rachenentzündung verursachen können, wie zum Beispiel Influenzaviren oder das Epstein-Barr-Virus. Durch eine Grippe wird das Immunsystem geschwächt und ist dadurch besonders anfällig für Viren. Zusätzlich können aber auch Bakterien wie beispielsweise Streptokokken eine Folgeinfektion bewirken, die man Sekundärinfektion nennt. Die Ursache für die chronische Rachenentzündung liegt in einer dauerhaften Reizung der Schleimhäute, zum Beispiel durch trockene Raumluft, Tabakrauch, dauernde Mundatmung aufgrund einer verstopften Nase, Allergie oder Kontakt zu Chemikalien.

Symptome

Das erste Anzeichen der Rachenentzündung ist eine unangenehme Trockenheit im Hals und eine rötliche Färbung der Schleimhaut. Dies wird begleitet von einem Kratzen und Brennen beim Schlucken und dem Bedürfnis, sich häufig zu räuspern. Schließlich treten ziemlich schnell Halsschmerzen auf, die so schlimm werden können, dass nicht nur das Schlucken schwerfällt, sondern auch das Sprechen. Sehr oft leiden Betroffene unter Fieber. Liegt ein grippaler Infekt vor, kommen meist noch Schnupfen und Husten dazu. Setzt sich auf die virale Infektion noch eine bakterielle Entzündung, so können die Beschwerden äußerst heftig und das Fieber sehr hoch werden. Die chronische Rachenentzündung zeigt ähnliche Symptome, allerdings entwickelt sich diese Form langsamer über mehrere Wochen.

Diagnose

Ein erster Verdacht auf Rachenentzündung entsteht schon durch die Symptome. Mit einem Blick in Mund und Rachen kann man die typische Rötung der Schleimhaut und die Schwellung der Rachenwand sehen. Oft liegt ein zäher Schleim auf der Haut. Bei bakteriellen Folgeinfektionen können eitrige Bläschen vorkommen. Um den Erreger der Entzündung zu identifizieren, nimmt der Arzt einen Abstrich der Schleimhaut und lässt ihn im Labor untersuchen. Wichtig ist auch, dass andere Erkrankungen, die ähnliche Symptome haben, ausgeschlossen werden können. Beispielsweise ist auch bei Masern, Scharlach oder Röteln der Rachen rot und geschwollen.

Behandlung

Vorrangig werden die Beschwerden mithilfe von desinfizierenden Gurgellösungen oder schmerzstillenden Lutschtabletten gelindert. Salbeispülungen und die Inhalation mit Kamillentee wirken entzündungshemmend und heilend. Auf das Rauchen sollte ganz verzichtet werden. Auch sehr heiße und scharfe Getränke wirken sich eher ungünstig auf eine Rachenentzündung aus. Um der Trockenheit im Rachen entgegenzuwirken wird empfohlen, viel warme Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich nicht länger in überheizten Räumen aufzuhalten. Liegt eine bakterielle Folgeinfektion vor, so werden Antibiotika verschrieben.

Vorbeugung

Einer akuten Rachenentzündung vorzubeugen ist nur bedingt möglich, indem man durch eine gesunde Lebensweise das Immunsystem stärkt. Der chronischen Form kann man damit vorbeugen, dass man die Schleimhäute keiner dauerhaften Reizung aussetzt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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