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Gesundheitslexikon: Phosphor

Phosphor – Fitness für die Knochen

Phosphor ist ein chemisches Element, das in jedem Lebewesen an entscheidenden Prozessen beteiligt ist. Dies ist seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt. Im menschlichen Körper erfüllt Phosphor eine ganze Reihe von wichtigen Aufgaben. Es ist Bestandteil der DNA- und RNA-Moleküle, die all unsere genetische Information enthalten. Die Phosphorylierung ist einer der wichtigsten Regulierungsprozesse in unseren Zellen. Außerdem ist Phosphor für die Produktion von Knochenmasse von großer Bedeutung. Es handelt sich um ein überaus häufig vorkommendes Spurenelement unseres Körpers. Die Trockenmasse des menschlichen Körpers enthält ungefähr vier Prozent Phosphor. Damit ist es das siebthäufigste Element.

Was Phosphor im Körper bewirkt

Phosphor erfüllt mehrere wichtige Aufgaben im menschlichen Körper. So ist es bei der Mineralbildung von Knochen beteiligt: Das sogenannte Hydroxylapatit, ein Mineral, das Phosphor enthält, ist eines der Hauptbestandteile von Knochen und Zähnen und sorgt dort für die so wichtige Stabilität und Festigkeit. Über 90 Prozent des Phosphors im Körper ist in den Knochen zu finden. Als Bestandteil der Nukleinsäuren ist Phosphor ebenfalls unverzichtbar. Der wichtigste Vertreter der Nukleinsäuren ist die Desoxyribonukleinsäure, der Träger unserer Erbanlagen. Eine weitere wichtige Funktion ist die Phosphorylierung, bei der ein Phosphorsäureester gebildet wird. Es handelt sich dabei um einen der wichtigsten Zellregulierungsprozesse.

Worin ist Phosphor enthalten?

Allgemein wird erwachsenen Menschen empfohlen, pro Tag zwischen 750 und 1250 Milligramm Phosphor zu sich zunehmen. Diesen Level zu halten ist nicht allzu schwierig, denn Phosphor ist in fast allen Lebensmitteln enthalten. Die an Phosphor reichhaltigsten Nahrungsmittel sind allgemein solche mit einem hohem Eiweißgehalt. Besonders viele finden Sie in Weizenkleie, Sojabohnen, Käse, Fett oder Fleisch.

Da beim Menschen das meiste Phosphor in den Knochen enthalten ist, nimmt das Ausscheiden von Phosphor recht selten gefährliche Ausmaße an, es sei denn die Funktion der Nieren ist eingeschränkt. Man sollte allerdings Kalziummangel vermeiden. Bei Kalziummangel wird durch das Eiweiß Parathormon gebildet, welches Kalzium und als Nebenerscheinung auch Phosphor aus den Knochen freisetzt.

Phosphorsäure und Phosphate werden in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff eingesetzt, beispielsweise als Antioxidationsmittel, Backtriebmittel und Säureregulatoren. Auch in Coca Cola und Gummibärchen sind Phosphate enthalten.

Phosphormangel und Überschuss

Phosphormangel ist eine recht seltene Mangelerscheinung. Am ehesten kann sie auftreten, wenn Ihre Ernährung zu wenig frische Produkte und zu viel prozessierte Lebensmittel enthält. Phosphormangel kann bei Nierenerkrankungen vorkommen oder etwa bei einer Fehlfunktion der Nebenschilddrüsen. Die Folgen einer Unterversorgung bewirken in den meisten Fällen Knochenerweichung, bei Kindern nennt man diese Rachitis.

Da überflüssiges Phosphor mit dem Urin ausgeschieden wird, kommt es selten vor, dass man zu viel davon im Körper hat. Auch sind kaum Nebenwirkungen bekannt. Man vermutet allerdings, dass ein Phosphorüberschuss bei Kindern Hyperaktivität bedingen könnte. Der endgültige Beweis für diese Annahme konnte allerdings bis heute nicht erbracht werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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