Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Pädiatrie

Pädiatrie – Hilfe für die Kleinsten

Der medizinische Begriff Pädiatrie steht für Kinderheilkunde und widmet sich daher den kleinsten Patienten. Umgangssprachlich spricht man von Kinder- und Jugendmedizin, da die Lehre von der kindlichen bis zur jugendlichen Entwicklung reicht.

Wie kam es zu der Differenzierung?

Typische Kinderkrankheiten, beispielsweise der Wasserkopf, wurden bereits von Steinzeitmenschen überliefert. Auch medizinische Schriften aus dem alten Ägypten beinhalten spezifische Anleitungen zur Pflege von Säuglingen und Kindern.

Ebenso finden sich beim griechische Hippokrates viele Schriftsätze zum Thema Kinderleiden. Die Lehre entwickelte sich bis heute stetig weiter und erkannte immer mehr die Notwendigkeit der speziellen Zuwendung für kleine Kinder. Die Bedürfnisse des Nachwuchses unterscheiden sich zu denen der Erwachsenen und können somit nicht gleich behandelt werden. Zudem wird in der Kinderheilkunde der Fokus sehr viel stärker auf präventive Maßnahmen gelegt, als es bei Erwachsenen der Fall ist.

Die Pädiatrie von heute

Bereits im Jahre 1983 wurde die ‚Gesellschaft der Kinderheilkunde‘ gegründet. Heutzutage dient sie als Interessenvertretung für Fachärzte und entwickelt sowohl Leitlinien als auch Empfehlungen. Mediziner können die Heilkunde für junge Menschen in vier Themenschwerpunkte unterteilen: Kinderhämatologie und -onkologie, Kinderkardiologie, Neonatologie sowie Neuropädiatrie.

Schwere Blut- und Krebserkrankungen sowie Herzleiden werden im Hinblick auf den jungen Körper therapiert und entscheiden sich immens von den Therapiekonzepten für erwachsene Kranke. Die Neonatologie beschäftigt sich ausschließlich mit Neugeborenen und unterscheidet sich wiederum zur Neuropädiatrie. Letztere ist auf die Nerven der Nachkömmlinge spezialisiert und im Idealfall kooperieren Kinderarzt und Spezialisten miteinander. Nur so wird der kleine Organismus ganzheitlich betrachtet und adäquat behandelt.

Von Kinderkrankheiten zur Kindergesundheit

Als klassisches Kinderleiden gelten beispielsweise Masern, Röteln, Mumps und Scharlach. Sie können im Normalfall therapiert werden, wobei eine Konsultation beim Kinderarzt des Vertrauens unverzichtbar ist. Dank eines Impfschutzes gegen viele dieser medizinischen Probleme, treten einige der genannten Krankheitsbilder nicht mehr auf. Auch Neugeborene können bekannte Gesundheitsstörungen wie Windeldermatitis oder die Dreimonatskolik entwickeln. Es dauert meist einige Monate, bis das Abwehrsystem des Babys auf die Belastungen der Umwelt eingestellt ist. Frisch gebackene Eltern müssen sich in der Regel nicht sorgen, da die meisten Krankheitsfälle gut zu behandeln sind. Erreger aller Art haben gerade bei Babys und Kleinkindern leichtes Spiel, was am noch nicht ausgebildeten Immunsystem des Nachwuchses liegt. Mit Hilfe der fortgeschrittenen Pädiatrie, können Eltern von zahlreichen Behandlungsmethoden zehren und ihre Sprösslinge in bestmöglichster Sicherheit wiegen.

Anzeige