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Gesundheitslexikon: Omeprazol

Omeprazol verringert die Magensäureproduktion

Das Medikament Omeprazol gehört zu der Gruppe der Protonenpumpenhemmer. Diese Medikamente werden zur Behandlung von Sodbrennen (auch Refluxösophagitis genannt) und bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren eingesetzt. Die Einnahme erfolgt in der Regel mit Tabletten oder Kapseln, die magensaftresistent sind. In seltenen Fällen werden auch Infusionen eingesetzt.

Wie wirkt Omeprazol?

Omeprazol wird nach der Einnahme im Dünndarm aufgenommen. Von dort aus wird der Wirkstoff mit dem Blut zu den Belegzellen der Magenschleimhaut transportiert. Omeprazol blockiert an den Belegzellen das Enzym Protonenpumpe. Dieses Enzym pumpt die Protonen, die Bestandteil der Salzsäure sind, in den Magenraum. Durch das Blockieren des Enzyms wird also die Bildung von Magensäure gehemmt. Wie stark diese Hemmung ausfällt, ist von der Dosis des Medikaments abhängig.

Anwendungsgebiete

Die Krankheiten, die mit der Einnahme von Omeprazol behandelt werden, sind auf eine zu hohe Ausschüttung von Magensäure zurückzuführen. Das Ziel der Einnahme von Omeprazol ist daher die Reduzierung der Produktion von Magensäure. Damit werden Entzündungen in der Speiseröhre und die damit verbundenen Schmerzen gelindert. Ebenso verhält es sich bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Bei diesen Geschwüren kommt noch hinzu, dass die Organe häufig mit dem Keim Helicobacter pylori besiedelt sind. Deshalb wird besonders bei wiederholtem Auftreten der Erkrankung zusätzlich zu Omeprazol auch ein Antibiotikum verschrieben. Wer aufgrund hoher Konzentration von Magensäure anfällig für die genannten Erkrankungen ist, wird eventuell Omeprazol zur Vorbeugung verschrieben bekommen.

Omeprazol kann in der Apotheke rezeptfrei gekauft werden, wenn die Packung nicht mehr als 14 Stück mit maximal 20 Milligramm Wirkstoff pro Tablette oder Kapsel enthält. Wer Omeprazol in einer höheren Dosierung oder in größeren Mengen benötigt, braucht ein Rezept vom Arzt, da es dann verschreibungspflichtig ist.

Mögliche Nebenwirkungen von Omeprazol

Omeprazol wird meist sehr gut vertragen. Bei jedem zehnten bis hundertsten Patienten kann es als Nebenwirkung der Einnahme zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Es können dann Durchfall, Verstopfung oder auch Blähungen auftreten. Der Grund dafür ist die nicht mehr so wirksame Regulation der Produktion von Darmbakterien. Diese Regulation erfolgt durch die Magensäure, deren Produktion ja durch die Einnahme des Medikaments herabgesetzt wird. Aus dem gleichen Grund kann auch die Verdauung der aufgenommenen Nahrung während der Einnahme erschwert sein. In ähnlicher Häufigkeit wie zu diesen Beschwerden kann es auch zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen kommen.

Was bei der Einnahme von Omeprazol beachtet werden muss

Für Kinder unter zwei Jahren ist Omeprazol nicht geeignet. Die Einnahme des Medikaments sollte auch während einer Schwangerschaft oder während der Stillzeit möglichst vermieden werden. Wer schon einmal eine Lebererkrankung hatte, sollte kein Omeprazol einnehmen. Der Wirkstoff sollte nicht gleichzeitig mit dem Gerinnungshemmer Clopidogrel eingenommen werden, da sonst die Wirkung des Gerinnungshemmers nicht mehr sichergestellt ist. Omeprazol kann den Abbau der Medikamente Clopidogrel, Diazepam, Phenytoin und Warfarin beeinflussen. Wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, sprechen Sie die Einnahme von Omeprazol am besten mit Ihrem Arzt ab.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Arzneimittel, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Da die Medizin sich ständig weiterentwickelt, sollten Sie immer die aktuelle Gebrauchsinformation zu Ihrem Arzneimittel sorgfältig durchlesen und Ihren Arzt oder Apotheker zurate ziehen.

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