Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Nasenspülung (Nasendusche)

Durchatmen dank Nasenspülung

Bei einer Nasenspülung, auch Nasendusche genannt, wird der Nasenraum mit einer größeren Menge Kochsalzlösung gespült. Durch diese Anwendung soll wieder ein freies Durchatmen durch die Nase ermöglicht werden.

Was ist eine Nasendusche

Für die Nasendusche wird ein Behälter verwendet, in den das Wasser mit dem darin aufgelösten Kochsalz eingefüllt wird. Genutzt werden können dabei ganz unterschiedliche Gefäße. Es gibt Spülkannen aus Porzellan oder Glas oder auch Kunststoffflaschen, die in der Apotheke oder im Drogeriemarkt erhältlich sind. Die Spülflüssigkeit besteht meist aus einer physiologischen Kochsalzlösung, bei der 0,9 Gramm Kochsalz in 100 Milliliter Wasser aufgelöst werden. Die richtige Zusammensetzung ist wichtig. Wenn zu wenig oder zu viel Salz aufgelöst werden, kann es zu Schleimhautreizungen kommen. Genauso verhält es sich, wenn nur mit Wasser ohne Salz gespült wird. Am einfachsten ist es, die vorportionierten Beutelchen mit Salz zu verwenden, die Sie in der Apotheke oder Drogerie kaufen können.

Wann sollte eine Nasendusche gemacht werden und wann besser nicht?

Bei einer akuten Erkältung oder einem Heuschnupfen kann eine Nasenspülung Erleichterung bringen. Auch bei trockenen Schleimhäuten, nach einer Nasenoperation oder bei einer Mittelohrentzündung hilft manchen die Anwendung der Nasendusche, wieder besser Luft zu bekommen. Allerdings sollte in diesen Fällen vorher den Rat des Arztes eingeholt werden.

Wenn die Schleimhaut stark geschwollen ist, kann eventuell die Salzwasserlösung nicht richtig abfließen. Dann hilft die Nasenspülung nicht so gut, weil ja gerade das Abfließen zusammen mit eventuellen Schmutzpartikeln und Schleim die Erleichterung bringt. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, vor der Nasenspülung ein abschwellendes Nasenspray zu benutzen. Wenn die Nasennebenhöhlen stark vereitert sind, raten die Fachleute von einer Nasendusche eher ab. Genauso ist es, wenn Nasenbluten vorliegt.

Bei einer längerfristigen täglichen Anwendung gehen die Meinungen der Experten auseinander. Eine Anwendung nur bei einer akuten Infektion für eine Dauer von bis zu einer Woche ist auf jeden Fall sicher. Manche Menschen machen täglich Nasenspülungen, um einem Schnupfen vorzubeugen. Nach Ansicht einiger Fachleute tut man damit seiner Nasenschleimhaut auf Dauer keinen Gefallen. Wenn Sie nicht nur unter einem einfachen Schnupfen, sondern unter einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung oder einer Pollenallergie leiden, klären Sie am besten mit Ihrem Arzt, wie oft und für welchen Zeitraum Sie Nasenspülungen machen sollten.

Wie wendet man die Nasendusche richtig an?

Sie lösen zunächst das Salz in Wasser auf. Dazu schütteln Sie den Behälter gründlich, damit sich das Salz gut verteilen kann. Dann setzen Sie die Nasendusche an einem Nasenloch an. Anschließend öffnen Sie den Mund weit und beugen Ihren Kopf über einem Waschbecken nach vorn und zur Seite. Dann die Rückhaltevorrichtung für das Wasser (meist ist dies ein Loch im Deckel) loslassen. Das Salzwasser fließt nun zum einen Nasenloch hinein und zum anderen wieder hinaus ins Waschbecken. Dabei ist es wichtig, den Mund weit genug aufzumachen, sonst besteht die Gefahr, dass die Flüssigkeit in den Rachen fließt. Nach der Anwendung spülen Sie alles gut aus und lassen die Nasendusche trocknen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Arzneimittel, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Da die Medizin sich ständig weiterentwickelt, sollten Sie immer die aktuelle Gebrauchsinformation zu Ihrem Arzneimittel sorgfältig durchlesen und Ihren Arzt oder Apotheker zurate ziehen.

Anzeige