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Gesundheitslexikon: Nasenpolypen (Polyposis nasi)

Nasenpolypen: Ursachen, Symptome, Behandlungsmöglichkeiten

Bei Nasenpolypen handelt es sich um gutartige Schleimhautwucherungen, die in der Nasennebenhöhle sowie der Nasenhaupthöhle auftreten.

Ursachen

Zur Ursache von Nasenpolypen gibt es noch keine genauen Erkenntnisse. Die folgenden Aussagen basieren nur auf Vermutungen von Spezialisten. So sind Experten der Meinung, dass einige Menschen genetisch dazu veranlagt sind, Polypen zu entwickeln. Dauerhafte Nasenschleimhautentzündungen, sprich eine chronische Sinusitis, können diese Erkrankung begünstigen. Auch allergiegeplagte Menschen sind gefährdet, Nasenpolypen zu entwickeln. Zu den weiteren Risikogruppen zählen Patienten mit einer Schmerzmittelunverträglichkeit, Asthmatiker und Mukoviszidose-Patienten. Eine sonstige Ursache sehen Fachleute in der individuellen Anatomie der Nase. Bei manchen Menschen sind die Nasengänge anlagebedingt sehr eng, was den Sekrettransport in die Nasenhöhle erschwert. Die Folge sind stetig entzündete Schleimhäute, die einen idealen Nährboden für Keime darstellen. Die Bildung von Schleimhautwucherungen wird somit begünstigt.

Symptome

Die Symptome einer Polyposis nasi hängen unter anderem von der Größe der Nasenpolypen ab. Sind diese nur wenige Millimeter groß, hat der Betroffene häufig keine Beschwerden. Im Verlauf der Erkrankung nehmen die Wucherungen allerdings an Größe zu und können bis auf mehrere Zentimeter heranwachsen. Das Hauptsymptom von Nasenpolypen ist eine behinderte Nasenatmung. Diese Beschwerde zieht oft weitere Symptome, wie Kopfschmerzen, nasaler Sprechklang, Schnarchen im Schlaf und Riechstörungen, nach sich. Darüber hinaus können Polypen Mittelohrentzündungen, immer wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen und eine Bronchitis hervorrufen. Viele Leidende atmen häufig durch den Mund. Krankheitserreger haben so leichtes Spiel und können ungehindert in Rachen, Bronchien und Kehlkopf eindringen.

Diagnose

Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann meist mit einfachen Verfahren schnell feststellen, ob Schleimhautwucherungen in der Nase der Auslöser für Ihre Beschwerden sind. Mittels einer Nasenendoskopie erkennt der HNO-Arzt auch kleinere Polypen, die sich im hinteren Nasengang eingenistet haben. Um eine endgültige Sicherheit zu erhalten, weist der Facharzt gegebenenfalls eine Computertomografie (kurz CT) an. Mit diesem bildgebenden Verfahren erzielt der Arzt eine genaue Darstellung der Nasennebenhöhlen, was die Diagnose erheblich erleichtert. Bestätigt der HNO-Arzt Ihren Verdacht, so leitet er häufig einen Allergietest ein, um die Ursache der Nasenpolypen festzustellen.

Behandlung

Die Therapieform von nasalen Polypen hängt unter anderem von der Ursache der Erkrankung ab. Ist eine Allergie wie etwa Heuschnupfen der Auslöser, so muss diese zunächst bekämpft werden. Hier kommen bestimmte Medikamente, sogenannte Antihistaminika zum Einsatz. Liegen der Erkrankung andere Ursachen zugrunde, empfiehlt der Arzt in den meisten Fällen ein Nasenspray mit Kortison. Diese Therapieform ist risikoarm, da das Kortison nur lokal wirkt. Führt das alles zu keinem Erfolg oder sind die Polypen schon zu stark ausgeprägt, schafft meist nur eine Operation Abhilfe.

Vorbeugung

Da oft Grunderkrankungen oder genetische Faktoren für Polyposis nasi verantwortlich sind, ist eine effektive Vorbeugung nicht möglich. Wichtig ist, dass Sie nach einer erfolgreichen medikamentösen oder operativen Behandlung Ihre Nase intensiv pflegen. Bewährt haben sich Nasenduschen mit Salzwasser, welche pflegend und abschwellend wirken. Oberster Grundsatz ist in jedem Fall nicht nur die Symptome, sondern die Grunderkrankung zu behandeln, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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