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Gesundheitslexikon: Mundgeruch

Mundgeruch – woher kommt der schlechte Atem?

Im Alltag, bei der Arbeit oder beim trauten Zusammensein kann er zur echten Belastung werden: der Mundgeruch. Nicht nur die betroffene Person leidet unter den unangenehmen Symptomen, sondern insbesondere der Gesprächspartner. Auf lange Sicht betrachtet kann der Mundgeruch dazu führen, dass sich Menschen abkapseln. Die soziale Isolation lässt sich jedoch auf einfachem Wege vermeiden. So gibt es diverse Methoden, welche die Problematik beheben können.

Mundgeruch ist sehr verbreitet

Global betrachtet zählt penetranter Mundgeruch zu den häufigsten Volksleiden. Etwa jede vierte Person ist davon betroffen. Hierunter fallen nicht jene Menschen, die durch äußere Einflüsse - etwa Tabak- oder Alkoholkonsum - unangenehme Ausdünstungen absondern. Temporärer schlechter Atem, der beispielsweise durch knoblauchhaltige Lebensmittel hervorgerufen wird, ist hingegen natürlich und unbedenklich. Die Großzahl der Fälle ist durch Störungen im Mund- und Rachenraum bedingt. Bei einem geringen Bevölkerungsanteil resultiert der schlechte Atem aus der Einnahme bestimmter Medikamente.

Ursachen

Es gibt zahlreiche Faktoren, die chronischen Mundgeruch intensivieren oder hervorrufen können. Die simpelste Möglichkeit: Durch mangelnde Mundhygiene lagern sich Speisereste in den Zahnzwischenräumen an. Sobald der Zersetzungsprozess beginnt, entstehen faulige Gerüche. Des Weiteren begünstigen Entzündungen des Zahnfleisches die Entstehung des schlechten Atems. Auch Karies kann die Ursache darstellen. Selbst äußere Einflüsse, etwa vermehrter Alkoholkonsum oder falsche Ernährung, können die Bildung von Mundgeruch fördern. Allerdings kann die Symptomatik auch auf gravierendere Erkrankungen hinweisen – nicht selten sind Magenerkrankungen hierfür verantwortlich.

Symptome

Die Begleiterscheinung von Mundgeruch ist schnell ausgemacht – fauliger Geruch, der beim Ausatmen und Sprechen ausgestoßen wird. Der unangenehme Atem kann auch ein Indiz für einen Tumor, beispielsweise Speiseröhren- oder Magenkrebs, sein.

Diagnose

Mithilfe einer Gas-Analyse können Zahn- und Hals-Nasen-Ohrenärzte ermitteln, worin der Mundgeruch begründet ist. Auch die Art des Geruchs gibt dem Facharzt darüber Auskunft, wodurch dieser entsteht. Fauliger Atem resultiert zumeist aus Magenerkrankungen, dezenterer Geruch aus Mandel- und Rachenentzündungen.

Behandlung

Es gibt diverse Möglichkeiten, um das störende Leiden zu lindern oder gar auszumerzen. Diese kann der Patient teilweise selbst durchführen. Primär empfiehlt sich eine ausgiebige Mundhygiene. Dazu gehört regelmäßiges Zähneputzen sowie das Verwenden von Zahnseide, um die Zwischenräume nachhaltig zu säubern. Zungenzahnbürsten sind ebenfalls hilfreich. Auch eine professionelle Zahnreinigung, die halbjährlich erfolgen sollte, kann Abhilfe schaffen. Des Weiteren können die Betroffenen die Symptome minimieren, indem sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und Alkohol nur in Maßen konsumieren. Falls der Mundgeruch durch andere Krankheiten hervorgerufen wird, empfiehlt sich das Konsultieren eines Facharztes. Mithilfe einer gezielten Behandlung kann der schlechte Atem langfristig beseitigt werden.

Vorbeugung

Neben regelmäßigen Zahnarztbesuchen bieten sich Zungenreinigungen und die Methodik des Ölziehens zur Prävention von Mundgeruch an. Auch die Zufuhr von Xylit, das in einigen Mundspülungen enthalten ist, kann sich positiv auf die Mundflora auswirken. Aggressive Mundwasserspülungen und pfefferminzhaltige Pastillen dienen hingegen nur der kurzfristigen Überdeckung des Problems. Sie bekämpfen nicht die Ursache. Generell gilt: Die Zufuhr von Flüssigkeit hat oberste Priorität, um schlechten Atem einzudämmen oder zu verhindern. Erwachsene Menschen sollten drei Liter Wasser pro Tag konsumieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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