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Gesundheitslexikon: Morbus Basedow (Basedowsche Krankheit)

Langwierige Immunkrankheit - Morbus Basedow

Bei Morbus Basedow, auch bekannt als Basedowsche Krankheit, handelt es sich um eine chronische Autoimmunkrankheit der Schilddrüse. Zumeist geht das Leiden mit einer Überfunktion der Schilddrüse, Kropfbildung oder einer Erkrankung der Augenhöhlen einher. Mithilfe einer medikamentösen Therapie kann die Krankheit eingedämmt werden. In den meisten Fällen sind jedoch operative Maßnahmen oder Radiojodtherapien vonnöten, um die Gesundung der Betroffenen zu gewährleisten.

Morbus Basedow wurde nach dem gleichnamigen Arzt, Carl Adolph von Basedow, benannt. Dieser beschrieb die Autoimmunkrankheit als erster Deutscher im Jahr 1840. In der Gegenwart gibt es keine genauen Angaben zur Verbreitung des Leidens. Eine gewichtige Rolle für die Prävention nimmt die Jodversorgung ein. In Ländern, in denen diese ausreichend ist, erkrankt – statistisch gesehen – jährlich einer von 1.000 Einwohnern. Frauen, insbesondere im gebärfähigen Alter, sind gemeinhin häufiger betroffen.


Ursachen

Es gibt diverse Faktoren, welche den Ausbruch der Basedowschen Krankheit begünstigen können. Neben genetischen Defekten des Immunsystems können externe Einflüsse hierzu beitragen. Alltäglicher Stress, unausgewogene Lebensstile, Tabakkonsum und Infektionen sind mögliche Indikatoren. Explizite Auslöser sind in der Schulmedizin jedoch nicht bekannt.

Symptome

In der Klinik siedelt sich Morbus Basedow an der Schilddrüse – also im Halsbereich – an. Typische Symptome können Schlaflosigkeit, Nervosität, Gereiztheit, Gewichtsabnahme, feuchte Haut und Heißhunger sein. Des Weiteren kann es zu häufigeren Stuhlgängen kommen. Auch lokale, klar definierte Signale können auftreten. Viele Betroffene beklagen ein Druckgefühl im Hals, das zu Schluckbeschwerden führt. Bei körperlichen Anstrengungen kann es zu Luftnot kommen.

Diagnose

Der Befund von Morbus Basedow kann im Krankenhaus oder in der hausärztlichen Praxis erfolgen. Mithilfe von Ultraschalluntersuchungen – und anhand der Beschwerden des Patienten – kann eine eindeutige Diagnose vom Facharzt gestellt werden. Auch Laborergebnisse können Aufschluss über die mögliche Erkrankung geben.

Behandlung

Die Therapie von Morbus Basedow richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf und dessen Stadium. Anfänglich werden die Betroffenen meistens mit hormonhemmenden Medikamenten behandelt, bis eine Normalisierung der Werte eintritt. Zudem wird die Radiojodtherapie durchgeführt, um den Patienten Linderung zu verschaffen. In vielen Fällen, beispielsweise bei einer Kropfbildung, ist eine Operation unausweichlich.

Vorbeugung

Obwohl es keine explizite Prävention für die Basedowsche Krankheit gibt, empfiehlt es sich, einige Risikofaktoren zu umgehen. Hierzu zählt ein regulierter Genussmittelkonsum. Alkohol und Tabak sollten dem Organismus nur gelegentlich – oder gar nicht – zugeführt werden. Außerdem ist darauf zu achten, psychosozialen Stress zu vermeiden. Absolute Priorität hat eine jodreiche Ernährung. Hierdurch kann das Risiko von Morbus Basedow auf ein Minimum reduziert werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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