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Gesundheitslexikon: Monozyten

Monozyten – Kampfzellen gegen Krankheiten

Als Teil der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, sind die Monozyten Zellkörper im Blut. Dort verweilen sie nur kurze Zeit, bevor sie sich in sogenannte Makrophagen umwandeln, um eine wichtige Rolle für Ihr Immunsystem zu erfüllen.

Was sind Monozyten?

Als Untergruppe der Leukozyten gehören die Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten in ein ‚Team‘. Die Monozyten sind rundkernige, große Zellen, die aus dem Knochenmark stammen. Sie bewegen sich bis zu drei Tage in der Blutlaufbahn und suchen ihren Weg zu Entzündungsherden im Gewebe. Um ihren Einsatz durchzuführen zu können, bilden sie sich in Makrophagen um. Die Aufgabe der Monozyten ist es, Bakterien und Trümmerteilchen unschädlich zu machen. Daher werden sie auch als Fresszellen bezeichnet, was im medizinischen Sinne als phagozytieren bezeichnet wird. Sie tragen wesentlich zur Abwehr gegen Erreger bei, indem sie die Lymphozyten aktivieren. Daraufhin können Lymphzellen erst die lebenswichtigen Antikörper bilden und den Körper beschützen. Die Antigene werden speziell auf den Krankheitskeim ausgerichtet, um diesen auszuschalten.

Wie ist Konzentration von Monozyten im Blut?

Der Referenzbereich für Monozyten liegt bei Erwachsenen bei 0,2 bis 0,8 Tausend/µl. Die ermittelten Werte müssen allerdings als Gesamtbild betrachtet werden und sollten Patienten nicht verunsichern. Sind Monozyten erhöht, kann eine bakterielle, parasitäre oder virale Infektion zu Grunde liegen. Bestimmte Krebsarten wie die Monozytenleukämie und Autoimmunkrankheiten wie Morbus Crohn sorgen ebenfalls für eine Erhöhung der Konzentration. Eine verminderte Anzahl der Monozyten kommt nur selten vor und würde beispielsweise auf eine Erkrankung im Blutbildungssystem hindeuten. Sind ausschließlich die Fresszellen erhöht, geht ein Mediziner von einer Erholungsphase des Organismus aus und würde nicht unbedingt weiter darauf eingehen. Die Feststellung erfolgt via Differenzialblutbild. Dieses zeigt die Verteilung der Bestandteile der weißen Blutkörperchen und erfolgt im Rahmen einer Routineuntersuchung.

Wie entsteht die Monozytenleukämie?

Die schnelle Teilung der bösartigen Zellen ist genetisch begründet oder wird durch Umweltfaktoren angeregt. Fortschreitende Symptome neben Fieber und Müdigkeit sind Blutarmut und ständig wiederkehrende Infektionen. Um die Krankheit festzustellen, bedarf es einer aufwendigen zytologischen Laboruntersuchung der Zellkerne. Es gibt weitere Krankheiten des blutbildenden Systems im Körper, welche ebenfalls für eine verminderte Anzahl an Fresszellen sorgen. Fachleute auf dem Gebiet der Immungenetik und molekularer Diagnostik merken kritisch an, dass auch saisonale und tageszeitliche Faktoren die Referenzwerte aller Blutgruppen beeinflussen können. Eine Betrachtung des Zustands müsse daher im Kontext zum gesamten Bild erfolgen, um Diagnosen stellen zu können.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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