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Gesundheitslexikon: Mitochondrien

Mitochondrien – Kraftwerke der Zellen

Mitochondrien sind Organellen im Inneren jeder einzelnen menschlichen Zelle. Sie sind dafür bekannt, Energielieferant zu sein – man bezeichnet sie deshalb gerne als ‚Kraftwerke der Zellen‘. Eine weitere wichtige Funktion der Mitochondrien ist die sogenannte oxidative Phosphorylierung. Die meisten Mitochondrien enthalten Muskel-, Nerven-, Sinnes- und Eizellen.

Aufbau und Lebenszyklus von Mitochondrien

Die wie kleine Bohnen aussehenden Mitochondrien sind von zwei Membranen umgeben. Die innere Membran ist fächerartig strukturiert und enthält jene Proteinkomplexe, die für die Atmungsprozesse verantwortlich sind. Diese sorgen dafür, dass die in die Zellen transportierten Kraftstoffe in Energie umgewandelt werden. Mitochondrien haben außerdem eine weitere Eigenschaft: Sie enthalten ringförmige DNA, die mitochondriale DNA, sowie Ribosomen. Etwa ein Prozent unserer gesamten Erbanlagen sind in den Mitochondrien gespeichert. Mitochondrien haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer. Zunächst vermehren sie sich durch einen Mechanismus, der jenem der Zellteilung von Bakterien ähnlich ist. In der Zelle erfüllen sie während ihrer gesamten Lebensdauer spezielle Funktionen. Vor allem sorgen sie dafür, dass die durch das Blut transportierten Nährstofflieferanten in den Zellen in Energie umgewandelt werden. Mitochondrien übernehmen also die chemischen Funktionen der Atmungskette, die Energieverwertung erst ermöglicht. Die frei gewordene Energie wird in Form des Moleküls Adenosintriphosphat gespeichert und kann nun von allen Zellorganellen verwertet werden.

Wenn die Mitochondrien ihre Lebensdauer überschritten haben, werden sie schließlich durch interne Zellprozesse abgebaut – natürlich jedoch nicht, bevor sie sich geteilt haben.

Krankheiten in Verbindung mit Mitochondrien

Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit von Mitochondrien offenbar grundsätzlich nach. Die Ernährung spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Die Folgen können geschwächte Funktionen der Muskeln und Nerven sein. In den letzten Jahren zeigten zudem Experimente, dass bei einigen Krankheiten vermutlich die Ursachen in den Mitochondrien zu finden sind. Da es sich um ein sehr junges Forschungsgebiet handelt, erwartet man in den kommenden Jahren viele Fortschritte durch die Erforschung der Funktionen der Mitochondrien Krankheiten betreffend. Einige Krankheiten, die mit der mitochondrialen Aktivität in Verbindung zu stehen scheinen, sind Alzheimer, Krebs, Herzschwäche und Diabetes.

Wie Sie die Mitochondrien stärken können

Vor allem im Winter leidet so mancher an den Folgen niedriger Mitochondrienaktivität: Innere Kälte kann ein Symptom hierfür sein. Die Zellen werden mit zu wenig Energie versorgt, um ihre Leistung auf 100 Prozent zu halten. Vor allem der Vitamin-E-Pegel spielt hierbei eine große Rolle. Setzen Sie für die Zufuhr von Vitamin E auf Vollkornprodukte, Nüsse und Milchprodukte.

Sorgen Sie auch für eine ausgewogene Aufnahme von Spurenelementen und Enzymen. Enzyme, Kalzium, Magnesium und Phosphor sind enorm wichtig für die Optimierung der Zellfunktionen, die auch dafür sorgen, dass die Mitochondrien gut arbeiten können.

Eine weitere gute Methode, um die Produktion von mehr Mitochondrien zu fördern, ist Ihren Körper buchstäblich abzuhärten: Duschen Sie ab und zu kalt oder springen Sie nach der Sauna in ein kaltes Becken. Als ebenfalls effektiv kann sich ein Höhentraining erweisen.

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