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Gesundheitslexikon: Meridian-Massage

Die Meridian-Massage – die ganzheitliche Anwendung lässt das Qi zirkulieren

Mit der Meridian-Massage sollen Krankheiten gar nicht erst entstehen können, sie zielt nämlich auf den Energiefluss des Körpers. Doch was kann diese Massage tatsächlich?

Was ist eine Meridian-Massage?

Das Verständnis um die Macht der Meridiane ist in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) beheimatet. Im asiatischen Raum geht man davon aus, dass der Körper von bestimmten Meridianen durchzogen wird. Es soll sich dabei um insgesamt zwölf Hauptmeridiane handeln, welche wiederum durch zwei große ‚Konzeptionsgefäße‘ ergänzt werden. Auf diesen Meridianen liegen auch die Akupunkturpunkte. Entlang der Meridiane pulsiert nach TCM das sogenannte ‚Qi‘, die umfassende Lebensenergie. In einem gesunden Körper kann das Qi frei fließen und sich positiv mähren. In einem gestörten Körper kommt es zu Blockaden, welche weitere Defekte und Krankheiten mit sich bringen. Mit Hilfe der Meridian-Massage soll der freie Fluss von Qi angeregt und verbessert werden. Dafür werden die Meridiane und die entsprechenden Akupunkturpunkte stimuliert.

Wie funktioniert eine Meridian-Massage?

Die Meridian-Massage richtet sich nach der Konstitution des Patienten. Daher werden zunächst die Köpertemperatur, der Tonus, vielleicht auch das Aussehen der Zunge und die Strahlkraft der Augen begutachtet. Soll die Massage entweder anregend, beruhigend oder reinigend sein, so stimmt der Therapeut die Griffe und Techniken darauf ab. Es gibt aus diesem Grund keinen vereinheitlichten Ablauf einer solchen Meridian-Massage.

Massiert wird entlang der Energiekanäle, sodass der Kopfbereich, der Rücken und die Gliedmaßen gleichermaßen bedacht werden. Verspürt der Masseur in einem bestimmten Bereich eine Blockade, so schenkt er diesem gesonderte Aufmerksamkeit. So sollen Hemmnisse beseitigt werden können. Die Meridian-Massage dauert meist circa 60 Minuten.

Bei welchen Problemen soll die Meridian-Massage helfen?

Über die Meridiane soll der gesamte Körper – also alle Organe, das Knochengerüst, das Gehirn, die Nerven und die Sinne – miteinander verbunden sein. Insofern hat die Meridian-Massage das Ziel, ganzheitlich zu wirken und den Körper vor Krankheiten zu schützen. Die Studienlage hierzu ist allerdings gemischt.

Die Massage sorgt für eine große Entspannung des Patienten. Sie wirkt auf das vegetative Nervensystem, kann eine entstauende Wirkung auf den Lymphfluss haben und verbessert das Wohlbefinden. Durch die ausstreichenden Bewegungen kann auch eine blutdrucksenkende Wirkung erreicht werden. Ob über die Meridian-Massage die unterstellten Blockaden gelöst werden können oder sogar eine Wirkung auf die Organe erreicht werden kann, vermag nur ein geübter Masseur zu beurteilen.

Was sollte man bei der Meridian-Massage beachten?

In den asiatischen Ländern ist TCM eine anerkannte Fachrichtung und verfügt über den gleichen Stellenwert, wie im Westen die Schulmedizin. Dementsprechend wird dort die Meridian-Massage im Rahmen der präventiven Maßnahmen praktiziert. Dann kann eine solche Therapie auch eine gesundheitsfördernde Wirkung mit sich bringen, insbesondere wenn sie von einem TCM-Arzt verschrieben wird. In Deutschland wird die Meridian-Massage überwiegend im Wellness-Bereich angeboten. In diesem Fall sollten keine medizinischen Erwartungen an die Anwendung gerichtet werden. Auch gibt es in Europa keine einheitlichen Standards bezüglich dessen, was eine solche Massage beinhalten muss.

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