Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Menstruationsbeschwerden (Regelschmerzen)

Menstruationsbeschwerden – was Sie gegen die lästigen Regelschmerzen tun können

Menstruationsbeschwerden sind Vorboten beziehungsweise Begleiterscheinungen der Periode. Fast jede dritte Frau und sogar jedes zweite Mädchen leiden Monat für Monat unter Menstruationsbeschwerden. Während des Zyklus baut sich an der Gebärmutterwand Schleimhaut auf, um im Falle einer Befruchtung die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter zu unterstützen. Zum Ende des Zyklus löst sich diese Schleimhaut von der Gebärmutterwand und die Frau bekommt ihre Monatsblutung. Diese geht bei den meisten Frauen mit Regelschmerzen einher.

Unterschiedliche Arten von Menstruationsbeschwerden

Man kann zwei Arten von Regelschmerzen unterscheiden. Die primären Regelschmerzen setzen bei der ersten Regel ein und begleiten die Frau meist bis zu den Wechseljahren. Es handelt sich dabei um ziehende, krampfartige Schmerzen im unteren Bauch oder im Rücken.

Daneben gibt es die sekundären Regelschmerzen. Diese treten größtenteils erst ab dem 30. oder 40. Lebensjahr auf und sind Folge einer körperlichen Erkrankung. Es handelt sich dabei meist um versprengte Gebärmutterschleimhaut. Auch andere Ursachen, wie Polypen, eine Eileiterentzündung oder bestimmte Verhütungsmittel können sekundäre Regelschmerzen auslösen.

Wie äußern sich Menstruationsbeschwerden?

Regelschmerzen machen sich teilweise schon einige Tage vor der eigentlichen Regelblutung bemerkbar. Viele Frauen leiden nicht nur an Schmerzen, sondern zusätzlich unter Übelkeit, Schwindel, Durchfall oder Erbrechen. Die Menstruationsbeschwerden halten in der Regel einige Tage an und sind spätestens zum Ende der Periode wieder verschwunden. Bei einigen wenigen Frauen sind die Schmerzen teilweise so stark, dass sie völlig außer Gefecht gesetzt sind. Weiterhin ist zu beobachten, dass viele Frauen schon einige Tage vor Einsetzen ihrer Periode starke Stimmungsschwankungen aufweisen. Auch eine Gewichtszunahme ist nicht unüblich.

Was kann man dagegen tun?

Es gibt verschiedenste Methoden, um Menstruationsbeschwerden zu lindern. Im Bereich der Medikamente sollten hier vor allem die Schmerzmittel genannt werden. Zur Schmerzstillung eignen sich dabei vordergründig die Wirkstoffe Ibuprofen, Paracetamol, Naproxen und Acetylsalicylsäure. Auch krampflösende Mittel, sogenannte Spasmolytika wie Butlyscopolamin entspannen die Muskulatur und lindern die Regelschmerzen. Einige hormonelle Verhütungsmittel, beispielsweise die Pille, können ebenfalls eine schmerzreduzierende Wirkung erzielen. Zudem gibt es eine Vielzahl von Hausmitteln. Eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen können helfen, denn Wärme entspannt den Körper. Auch Sport und Entspannungstechniken wie Yoga, Tai-Chi und Qigong können eine Linderung verschaffen. Übungen, die die Körpermitte dehnen und lockern, lösen dort Verspannungen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Schmerzen durch eine Schmerztherapie wie Akupressur oder Akkupunktur zu lindern. Auch diese Methoden sind mittlerweile sehr vielversprechend.

Wann sollte man zum Arzt?

Grundsätzlich sollten Sie sich regelmäßig von Ihrem Frauenarzt untersuchen lassen, um mögliche Erkrankungen auszuschließen. Insbesondere beim erstmaligen Auftreten von Regelschmerzen und bei jeder Veränderung der Menstruationsbeschwerden kann es hilfreich sein, einen ärztlichen Rat einzuholen. Denn die Schmerzursache kann auch weitreichender sein. So können die typischen Symptome auch auf eine Endometriose hinweisen. Dabei siedelt sich Schleimhautgewebe außerhalb der Gebärmutter an und kann dort starke Schmerzen verursachen. Sie führt zudem zu Zyklusschwankungen und Schmierblutungen.

Anzeige