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Gesundheitslexikon: Meditation

Körper und Geist aktiv ausgleichen: Wie regelmäßige Meditation für Ruhe und Gelassenheit sorgen kann

Wecken Sie den Buddha in Ihnen! Zu meditieren ist derzeit ein wahrer Trend. Viele New-Age-Schulen schießen aus dem Boden und versprechen Glück und Gelassenheit in einer Welt voller Stress. Doch können Konzentrationsübungen wirklich das Leben verbessern?

Was ist eine Meditation?

Die Meditation wird seit Tausenden von Jahren praktiziert. Durch die Konzentrationspraxis sollen Geist und Körper zur Ruhe kommen. So einfach die Erklärung, so schwierig ist dies für manche Menschen umzusetzen. Zweck einer Meditation ist es, die Gedanken zu beruhigen und dabei voll und ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Empfindungen, Überlegungen, Ängste, Absichten und Sorgen sollen dabei möglichst ausgeblendet werden. Der Geist soll konzentriert im jetzigen Moment ankommen. Für den geübten Meditierenden gibt es in der Phase der Konzentration keine Vergangenheit und keine Zukunft. Dieser Zustand wird als äußerst angenehm und zuweilen auch als göttlich beschrieben.

Wie funktioniert eine Meditation?

Eine Meditation kann sitzend, liegend oder gehend abgehalten werden. Manche bevorzugen es, sich auf einen Gegenstand oder ein Mantra zu konzentrieren, wieder andere möchten den Geist von allen Gedanken befreien. Durch die ausschließliche Konzentration auf den Moment wird über einen gewissen Zeitraum alles Weltliche außen vor gelassen. Je ruhiger der Geist wird, desto mehr fallen Stress, Schmerz und Ängste von dem Praktizierenden ab. Diese Effekte stellen sich allerdings erst nach einem kontinuierlichen Training ein. Wer nur gelegentlich meditiert, wird zunächst einen beruhigenden Effekt verspüren. Bei längerer Praxis wird es dem Meditierenden zunehmend besser möglich sein, Entspannung, Gelassenheit und Ruhe zu finden.

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Es gibt ganz unterschiedliche Arten der Meditation. Die religiöse Meditation wird in Form von Gebeten oder Chorälen abgehalten. Die eher sportlichen Varianten zeigen sich durch manche Asanas im Yoga oder in den Kampfkünsten des Taijiquan oder im Judo. Im Zen-Buddhismus ist Meditation Bestandteil vieler Alltagsrituale. Im Westen werden häufig die Achtsamkeits-Meditation oder die Ruhemeditation praktiziert.

Welche Wirkung hat Meditieren auf den menschlichen Körper?

Viele Studien konnten einen positiven Effekt einer routinierten Meditationspraxis feststellen. Nachweisbar ist, dass sich während der Meditation die Hirnströme verlangsamen, der Blutdruck abnimmt und sich der Herzschlag beruhigt. Gleichzeitig reduziert sich im Blut die Konzentration der Hormone Adrenalin und Kortisol. Bei regelmäßiger Praxis lassen sich die Cholesterinwerte im Blut senken und beide Gehirnhälften sollen besser zusammenarbeiten. Es erhöht sich die Resilienz des Menschen, was sich auf viele Krankheitsbilder positiv auswirken kann. So wird die Meditation derzeit chronisch erkrankten Menschen empfohlen sowie Patienten während einer Krebs-Therapie oder bei Patienten in der Schmerz-Therapie.

Bei welchen Problemen soll Meditieren helfen?

Die Meditation kann auf den gesamten Körper wirken, insofern gibt es keine isolierten Wirkungsweisen. Wer meditiert, arbeitet aktiv an seiner Gesundheit, wird Schmerzen besser aushalten können und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren können. Die Meditation wird besonders Menschen mit Bluthochdruck, Erkrankungen der Atemwege, chronischen Krankheiten, im Rahmen einer Krebs-Therapie oder im Rahmen einer allgemeinen Schmerz-Therapie empfohlen.

Was sollte man unbedingt beachten?

Erfolge lassen sich leider nicht programmieren. Der Patient muss ein eigenes Interesse an dieser Form der Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation haben und gewillt sein, die Übungen regelmäßig zu praktizieren. Nur durch eine langfristige Übungspraxis lassen sich Ergebnisse erreichen. Wer jedoch seine Aufmerksamkeit geschult und den Geist fokussiert hat, der wird unter Umständen den Alltag mit Hilfe der Meditation leichter bewältigen können.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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