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Gesundheitslexikon: Massage

Mit einer Massage Körper und Seele streicheln

Nichts berührt uns so sehr wie die uns zugewandten Hände anderer Menschen. Es sind Berührungen, die nur uns gelten. Sie können mal sanft, aber auch mal kräftig ausgeführt sein. Massagen dienen dem Wohlbefinden und der Regeneration.

Was ist eine Massage?

Die Massage ist eine alte und klassische Heilanwendung, die immer direkt zwischen zwei Menschen stattfindet. Sie beinhaltet verschiedenste Grifftechniken, die auf den gesamten Bewegungsapparat zielen. Dabei kommen Druck-, Dreh- und Pressbewegungen zum Einsatz. Massiert wird nicht nur die Haut, sondern das gesamte Gewebe wird mobilisiert. Massagen wirken auf Muskeln, Bänder und Sehnen, die Faszien, das Bindegewebe und den Lymphfluss.

Ziel einer Massage ist es, den Körper von Verspannungen und Verhärtungen zu befreien. Ferner soll über eine Massage auch der Geist in Balance gebracht werden.

Wie funktioniert eine Massage?

Je nach Massage-Art liegt der Patient entweder nur leicht bekleidet, mit einem Tuch abgedeckt, oder in speziell zur Massage bereitgestellten Textilien bekleidet vor dem Masseur auf einer Massage-Liege. Der Masseur arbeitet nun nacheinander einzelne Areale des Körpers durch. Die Anwendung dauert mindestens 20 Minuten, kann aber auch bis zu 120 Minuten andauern. Der Patient ist dabei generell passiv.

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Es gibt äußerst viele verschiedene Arten von Massagen, welche alle auf einem anderen Hintergrund basieren und demnach auch unterschiedlich auf den Körper wirken. Die klassische 'Schwedische Massage' ist eine kräftige Sportmassage, bei der die Muskeln tief gelockert und durchgeknetet werden. Bei der Bürstenmassage kommen Bürsten zum Einsatz, welche die Haut hart abreiben. Eine Ayurvedische Massage soll auf die Energiebahnen des Körpers wirken und wird mit duftenden Ölen ausgeführt. Bei der Thai-Massage werden alle Gliedmaßen intensiv durchgeknetet, gedehnt und über spezielle Druckpunkte behandelt. Auch Akupressur und die beliebte Lymphdrainage sind Varianten der Massage.

Welche Wirkung hat Massieren auf den menschlichen Körper?

Zunächst einmal verbessert sich die Zirkulation des Blutes im massierten Gewebe, wodurch Schmerzen abgebaut werden können. Gleichzeitig entspannt sich das vegetative Nervensystem, womit der Blutdruck sinken kann und auch der Puls ruhiger wird. Die Muskeln werden gelockert und das gesamte Gewebe stark durchblutet. Narben können mit Hilfe von Massagen besser verheilen und die Wundheilung beschleunigt werden. Insgesamt lässt sich darüber der Stoffwechsel ankurbeln. Gezielte Massagegriffe können sogar auf den Hormonhaushalt wirken oder die Darmperistaltik anregen.

Bei welchen Problemen sollen Massagen helfen?

Therapeutisch werden sie generell immer begleitend verordnet und nur sehr selten als alleinige Maßnahme. Bei Muskelproblemen oder stumpfen Verletzungen werden Massagen gerne verschrieben, um darüber eine Schmerzlinderung und beschleunigte Heilung zu erreichen. Massagen werden aber auch bei Einschlafproblemen oder sogar psychischen Leiden eingesetzt, da sie insgesamt ausgleichend auf den Organismus wirken.

Was sollte man unbedingt beachten?

Die Berufsbezeichnung 'Masseur/in und med. Bademeister/in' ist in Deutschland geschützt und setzt eine entsprechende Ausbildung voraus. Daneben gibt es sehr viele Anbieter, deren Erfahrung und Qualität sich nicht von außen bestimmen lässt und häufig auf Hobby-Niveau rangiert. Wer ein medizinisches Problem hat, sollte daher bei der Auswahl mit Fingerspitzengefühl vorgehen und besser einen Profi aufsuchen. Möchte man sich hingegen nur verwöhnen lassen, um Geist und Körper wieder in Balance zu bringen, kann auch eine Thai-Massage, eine Anwendung mit heißen Steinen oder Klangschalen sehr schön sein. Lassen Sie sich in jedem Falle vorab beraten.

Generell gilt vor einer Massage: wenig Essen und nicht zu viel trinken, um den Körper nicht unnötig zu belasten. Sprechen Sie auch vorher ab, inwiefern Sie unbekleidet sein müssten, wenn Ihnen dieses unangenehm ist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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