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Gesundheitslexikon: Marma-Massage

Die ayurvedische Marma-Massage verhilft zu neuer Lebensenergie

Sie soll verjüngend wirken und gegen Schmerzen ankommen: die Marma-Massage. Sie wird im Rahmen der ayurvedischen Heilslehre gerne praktiziert. Wer sich in die Hände eines Spezialisten begibt, der soll zu grundlegender Gesundheit und neuer Lebensenergie finden können.

Was ist eine Marma-Massage?

Bei der Marma-Massage werden im Sinne der ayurvedischen Lehre die einzelnen Marma-Punkte des Körpers angesprochen und miteinander in einen positiven Bezug gesetzt. Nur so sollen Körper und Geist gesund sein können. Die Marma-Massage wirkt deshalb gezielt auf die insgesamt 108 Marma-Punkte ein. Darüber soll sich das Prana, die Lebensenergie, erhöhen lassen. Alleine dem Kopf werden 25 Marma-Punkte zugeordnet, zwischen Hals und Bauchnabel finden sich weitere 45 Punkte. Die restlichen Punkte verteilen sich über das Becken und die Gliedmaßen. Die Marma-Punkte werden auch Energiepunkte genannt. Durch die Marma-Massage soll eine möglicherweise hemmende Energieblockade stimuliert und geöffnet werden können, was positive Auswirkungen auf den gesamten Körper und das emotionale Befinden des Patienten haben soll.

Wie läuft eine Marma-Massage ab?

Zu Beginn einer jeden Anwendung wird der Patient einer ausführlichen Befragung unterzogen, um die aktuelle Konstitution zu erfassen. Es wird beispielsweise auch berücksichtigt, durch welches Nasenloch gerade mehr Atem fließt oder welche ayurvedische Typenbestimmung der verschiedenen ‚Doshas‘ derzeit dominiert. Danach wählt man ein pflanzliches Öl aus, welches auf rund 45 Grad Celsius erwärmt wird. Der Patient platziert sich auf dem Bauch liegend auf einer Massagebank. Die Massage beginnt im Gesäßbereich. Stück für Stück werden die einzelnen Marma-Punkte massiert. Von der Körpermitte aus arbeitet sich der Masseur bei der Marma-Massage dann über den Rücken zu den Beinen und Füßen. Dann dreht sich der Patient um. Nun werden die Vorderseite und die Arme massiert. Insbesondere dem Bauch und dem Kopfbereich werden große Aufmerksamkeit entgegengebracht. Abgeschlossen wird die Anwendung am Scheitel, dem letzten großen Energiepunkt. Bei der Marma-Massage wird nur ein mäßiger Druck aufgebaut, vielmehr werden die Punkte gestreichelt oder sachte gedrückt. Auch klopfende Bewegungen werden eingebaut.

Bei welchen Problemen soll die Marma-Massage helfen?

Der Marma-Massage werden vielfältige positive Aspekte bezüglich der Gesunderhaltung des Körpers nachgesagt. Sie soll den Stoffwechsel anregen können, die Beweglichkeit fördern und insgesamt stärkend und ausgleichend auf das Kreislaufsystem wirken können. Auch einzelne Organe sollen durch die Stimulanz der zugeordneten Marma-Punkte aktiviert werden können. Die Anhänger der Marma-Massage sehen ihren Einsatz vor allem bei Patienten mit allgemeinen Erschöpfungssyndromen. Auch soll über die Marma-Massage ein überstimuliertes Nervensystem beruhigt werden können und die Selbstheilungskräfte gestärkt werden können. Der reichhaltige Einsatz von warmen Ölen soll zudem eine entgiftende und ausleitende Wirkung mit sich bringen.

Was sollte man bei der Marma-Massage beachten?

Ayurveda ist eine alte Heilkunst, welche in Indien fest verankerter Teil des staatlichen Gesundheitssystems und mit der Schulmedizin verknüpft ist. Dortige Ärzte wenden die Marma-Massage direkt am Patienten an. Sie ist als Therapieform anerkannt. Im Westen wird die Marma-Massage allerdings häufig als Wellness-Massage angeboten. Dann ist der medizinische Nutzen tendenziell als zweifelhaft zu bewerten.

Bei der Marma-Massage kommt viel Öl zum Einsatz. Daher könnte unter Umständen eine Haarwäsche von Nöten sein. Auch mögliche allergische Reaktionen auf die Öle sollten im Vorfeld beachtet werden.

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