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Gesundheitslexikon: Mammographie

Mammographie – die Vorsorgeuntersuchung für Frauen ab 40 Jahren

Die häufigste Krebsform bei Frauen ist Brustkrebs. In Deutschland erkrankt sogar etwa jede zehnte Frau im Laufe ihres Lebens. Neben dem regelmäßigen Abtasten der Brust ist die Mammografie die beste Möglichkeit, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Frauen zwischen 50 und 69 haben deshalb in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammografie. Dank der guten Vorsorgemöglichkeiten muss Brustkrebs heutzutage kein Todesurteil mehr sein. Im Gegenteil, oftmals kann sogar Brust erhaltend therapiert werden.

Wann und wo wird eine Mammographie durchgeführt?

Für Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr wird die Mammografie in zweijährigen Abständen empfohlen, die Kosten dafür werden von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Diese kommt außerhalb des Rhythmus auch dann für die Mammografie auf, wenn deutliche Symptome auf eine Erkrankung hinweisen. Es kann sich dabei um einen Knoten oder eine Verhärtung in der Brust oder um einen vergrößerten Lymphknoten im Achselbereich handeln. Außerdem können eine eingezogene Brustwarze, eine plötzliche Rötung der Brust oder Hautveränderungen rund um die Brustwarze Symptome für eine Erkrankung sein. Ein häufigeres Untersuchungsintervall ist zudem für Frauen vorgesehen, bei denen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko besteht. Vorerkrankungen oder Brustkrebs in der Familie können vermehrte Mammografien notwendig machen, schließlich ist das Risiko eines Tumors bis zu 85 Prozent erhöht.

Die Mammografie kann insbesondere bei Frauen in der Menopause jederzeit erfolgen. Bei jüngeren Frauen empfiehlt sich aufgrund der Dichte des Brustdrüsengewebes und der geminderten Schmerzempfindlichkeit die erste Zyklushälfte. Besonders gut beurteilbar ist das Brustgewebe zwischen dem sechsten und dem zwölften Zyklustag. Die Vorsorgeuntersuchung wird in einem radiologischen Institut oder im Krankenhaus durchgeführt. Für die Untersuchung sind keine Vorbereitungen seitens der Frau notwendig, die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.

Was passiert bei der Mammographie?

Bei der Mammografie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung. Mit einem digitalen Gerät kann der Aufbau der Brust auf zwei bis drei Ebenen durchleuchtet werden. Während der Untersuchung wird die Brust der Patientin zwischen zwei Platten vorsichtig flach gedrückt, was manche Frauen als unangenehm empfinden. Doch nur so kann die Struktur der Brust optimal abgebildet und später korrekt bewertet werden. Außerdem wird durch das Flachdrücken die Strahlenbelastung reduziert.

Die Aufnahmen werden infolge von einem Radiologen begutachtet. Insbesondere kleine Kalkformationen im Brustgewebe können ein Hinweis auf Brustkrebs sein. Besteht ein Verdacht, so werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ermöglicht die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren sowie zwischen Zysten und soliden Gewebsveränderungen. Weitere Folgeuntersuchungen sind die Kernspintomografie sowie die Biopsie, im Rahmen deren unter örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe entnommen wird.

Welche Erfolgsquote zeigt die Mammographie?

Laut 'Apothekenumschau' belegen Statistiken, dass durch Brustkrebs-Screeningaufnahmen bei einer von 200 Frauen Brustkrebs im Frühstadium festgestellt wird. Dank der Mammografie kann eine Behandlung frühzeitig begonnen und die Patientin in den meisten Fällen gerettet werden. Eine 100-prozentige Erfolgsquote zeigt die Mammografie allerdings nicht. Die Chance einen Tumor im Rahmen der Untersuchung zu entdecken, liegt bei etwa 83 bis 90 Prozent.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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