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Gesundheitslexikon: Lymphom

Veränderungen im Gewebe - Lymphom

Der Sammelbegriff Lymphom bezeichnet strukturelle Veränderungen der Lymphknoten, die durch Schwellungen oder Tumore entstehen können. Diese sind gut- oder bösartiger Natur. Gutartige Lymphome können einen natürlichen Ursprung haben – sie entstehen beispielsweise nach einer Infektion. Durch ihre temporäre Entzündung tragen sie zu der Bekämpfung der Erkrankung bei. Bösartige Lymphome präsentieren sich in Form von plötzlichen Neubildungen, die durch das unkontrollierte Wachstum von neuen Lymphzellen entstehen. Zu den malignen Tumoren gehören das sogenannte Hodgekin-Lymphom sowie das Non-Hodgekin-Lymphom.

Ursachen

Die Entstehung eines Lymphoms kann durch diverse interne und externe Einflüsse begünstigt werden. So kann eine genetische Disposition verantwortlich für die Entstehung des Gebildes sein. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Vererbung hierbei eine untergeordnete Rolle spielt. Stattdessen nehmen zumeist Umwelt-Aspekte einen gewichtigen Stellenwert für die Bildung der Tumore ein. Auch das Alter kann entscheidend sein: Mit fortschreitendem Lebenslauf steigt das Risiko einer Erkrankung. Zudem können Viren an der Entstehung eines Lymphoms beteiligt sein. Bakterien fördern das Wachstum der bösartigen Tumore. Einen weiteren Risikofaktor stellen Strahlungen dar, die durch Röntgenmethoden oder Mammographien zustande kommen. Zuletzt können chronische Störungen des Immunsystems, die durch Krankheiten wie AIDS begünstigt werden, zu einer Lymphombildung beitragen.

Symptome

Ob gut- oder bösartig – Lymphome können sich durch diverse Symptome äußern. Viele Betroffene klagen über unangenehme Druckschmerzen und Schwellungen, die im unmittelbaren Areal eines Lymphknotens auftreten. Des Weiteren kann es zu Leistungseinbrüchen, Schwächeanfällen und Appetitlosigkeit kommen. Viele Patienten sind besonders anfällig für Infekte. Auch Nachtschweiß, unkontrollierter Gewichtsverlust und Fieber, das ohne erkenntlichen Grund auftritt, können Indizien für ein Lymphom sein. In den meisten Fällen lassen sich die geschwollenen Lymphknoten auch durch Abtasten erkennen.

Diagnose

Obgleich der Facharzt bereits durch das Befühlen der betroffenen Stelle den ersten Verdacht schöpfen kann, lässt sich die endgültige Diagnose nur mithilfe von Computertomographie, Röntgen oder Ultraschall festmachen. Auch Blutproben, die im Labor ausgewertet werden, können Aufschluss über ein mögliches Lymphom geben.

Behandlung

Die Therapie kann – je nach Krankheitsfall – ambulant oder stationär erfolgen. Anhand des Befundes wird entschieden, welche Behandlungsmöglichkeit sich anbietet. Um die Genesung des Patienten zu gewährleisten, werden lokale Operationen durchgeführt oder Medikationen verabreicht. In schwerwiegenden, lebensbedrohlichen und fortgeschrittenen Stadien können auch Strahlentherapien zum Einsatz kommen.

Vorbeugung

Direkte Maßnahmen, die zur Prophylaxe von Lymphomen dienen, gibt es nicht. Dennoch kann das Risiko einer Erkrankung minimiert werden. In erster Linie empfiehlt sich ein gesunder Lebenswandel. Fettige Speisen, Tabak und Alkohol sollten nur in Maßen oder gar nicht konsumiert werden. Zudem sollten Strahlenbelastungen, Chemikalien und toxische Umwelteinflüsse gemieden werden. Einen wichtigen Aspekt stellt auch die sportliche Betätigung dar. Diese gehört zur Vorbeugung aller Tumorerkrankungen. Wer sich bewegt, lebt in der Regel gesünder.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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