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Gesundheitslexikon: Leinöl

Leinöl – naturgesund und heilsam

Leinöl ist ein goldgelbes Öl, das aus den reifen Samen der Leinpflanze gewonnen wird. Voraussetzung für die leuchtende Farbe ist die schonende Kaltpressung. Dabei bleiben auch die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten, für die das Leinöl so geschätzt wird: Leinöl ist reich an lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und hochwertigen Nährstoffen. Im Jahr 2005 war der Lein aus gutem Grund die Heilpflanze des Jahres. Deshalb wird Leinöl jetzt von vielen gesundheitsbewussten Verbrauchern wiederentdeckt, nachdem es in den letzten Jahren zu Unrecht in Vergessenheit geraten war.

Ein Öl mit hochwertigen Inhaltsstoffen

Ein Anteil von bis zu 55 Prozent an hochwertigen Omega-3-Fettsäuren macht Leinöl so nutzbringend für die Gesundheit. Mit diesem Gehalt übersteigt Leinöl alle anderen Lebensmittel, auch Seefisch, um ein Vielfaches. Deshalb ist Leinöl für Vegetarier und Veganer eine sinnvolle Alternative auf ihrem Ernährungsplan. Omega-3-Fettsäuren kann der Körper nicht selber herstellen. Da sie im Körper unverzichtbar sind zum Aufbau von Zellmembranen, müssen diese Fettsäuren mit der Nahrung aufgenommen werden. Leinöl enthält weiterhin sekundäre Pflanzenstoffe sowie Vitamin E.

Vielfach bewiesene Wirkung

Die vielen positiven Wirkungen des Leinöls sind Gegenstand und Ergebnis zahlreicher Studien: Wer täglich zwei Esslöffel Leinöl zu sich nimmt, kann damit seine Cholesterinwerte senken, seine Blutdruckwerte verbessern und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Nachgewiesen wurde auch eine Verminderung von Entzündungsreaktionen sowie die Verbesserung von Insulin- und Nierenwerten. Darüber hinaus berichteten Patienten von einer positiven Wirkung auf die Haut und die Darmflora. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren begünstigt nicht nur die Entstehung von Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Diabetes, sondern kann auch die Funktion von Gehirn- und Nervenzellen verschlechtern.

Verwendung von Leinöl

Für die Ernährung gewonnenes Leinöl schmeckt leicht bis intensiv nussig oder heuartig und kann pur eingenommen werden. Wer kein reines Fett mag, hat viele Möglichkeiten, das gesunde Öl unter sein Essen zu mischen. Der Klassiker dabei sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl. Sehr gut passt Leinöl generell zu eiweißhaltigen Speisen wie Joghurt, Käse, Quark oder Eiern. Im morgendlichen Müsli hilft Leinöl zu einem gesunden Start in den Tag. Leinöl eignet sich jedoch nicht zum Kochen, Backen oder Braten, da die empfindlichen Inhaltsstoffe bei Hitze ihre Wirkung verlieren. Wer pures Leinöl nicht mag und trotzdem von den vielen positiven Eigenschaften profitieren will, kann auf Leinöl-Kapseln zurückgreifen.

Herstellung und Tipps zur Aufbewahrung

Entsprechend seiner Verwendung gibt es zwei Herstellungsverfahren. Leinöl für technische Zwecke wird durch Heißpressung gewonnen und ist das wichtigste Binde- und Konservierungsmittel in Ölfarben. Leinöl für die Ernährung oder die pharmazeutische Industrie wird kalt gepresst. Die Kaltpressung ist die Voraussetzung für den Erhalt der Wirksamkeit der Omega-3-Fettsäuren.

Leinöl ist sehr licht- und luftempfindlich. Die Fettsäuren oxidieren bei unsachgemäßer Lagerung und das Öl schmeckt dann bitter. Leinöl sollte daher in einer dunklen Glasflasche abgefüllt sein sowie kühl und dunkel im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es sollte innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden. Um die Haltbarkeit von Leinöl zu verlängern, bewahren Sie es einfach im Gefrierschrank auf. Dort bleibt es aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes bis etwa -20 ° C flüssig.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.

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