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Gesundheitslexikon: Laconium

Die sanfte Sauna – das Laconium

Die alten Römer legten viel Wert auf Wellness, davon zeugen heute noch die Überreste von Badehäusern aus der römischen Zeit. Diese hatten in der Regel mehrere Räume, einer davon hieß Laconium. Dabei handelt es sich um ein mäßig warmes Schwitzbad, sozusagen die sanfte Art der finnischen Sauna, das auch heute viele Anhänger hat.

Was ist ein Laconium?

Das Laconium (auch genannt Laconikum oder Lakonium) hat seinen Namen von der römischen Bezeichnung für die Spartaner, die der Legende nach nur diese Art eines warmen Bades akzeptierten. Im alten Rom bestand das Lakonium aus einem runden oder halbrunden Raum, selbstverständlich mit Fußbodenheizung, in dem neben einem Kohlebecken ein flaches Wasserbecken stand, aus dem sich der Badende besprengte. Auch moderne Laconien werden noch nach dem römischen Vorbild errichtet.

Wie funktioniert ein Laconium?

Das Laconium wird über eine Fußbodenheizung erwärmt, die für eine optimale Temperierung sorgt. Im römischen Schwitzbad herrscht eine Maximaltemperatur von etwa 60 Grad Celsius. Zu Beginn des Schwitzbades ist die Temperatur niedrig und wird im Lauf der Sitzung allmählich gesteigert. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei maximal 20 Grad Celsius.

Wie wirkt das Laconium auf den menschlichen Körper?

Durch die deutlich niedrigere Temperatur eignet sich dieses Schwitzbad auch für Menschen, denen es in einer normalen Sauna zu heiß ist. Es ist kreislaufschonend und erlaubt dadurch längere Aufenthalte.

Bei welchen Problemen hilft das Laconium?

Durch die längere Aufenthaltsdauer und das Schwitzen wird der Körper auf sanfte Art entschlackt. Ein Besuch des Laconiums entspannt die Muskulatur, fördert die Durchblutung der Haut, regt das Immunsystem genauso wie die Herztätigkeit an und reguliert schonend den Blutdruck. Nach ärztlicher Rücksprache kann das Laconium auch von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt werden. Das Laconium sollte zwei bis drei Mal pro Woche besucht werden, damit eine nachhaltige Wirkung eintritt. Für Menschen, die im Berufsleben täglich gefordert werden, bietet das Laconium eine wohltuende Methode, um Stress abzubauen und auch die Seele zu entspannen.

Was sollte man beachten?

Bei einer Raumtemperatur von 60 Grad Celsius kann man sich pro Saunagang etwa 30 Minuten im römischen Schwitzbad aufhalten. Bei Temperaturen um die 55 Grad Celsius kann der Aufenthalt auch etwas länger dauern. Bis zu drei Gänge werden empfohlen, zwischen denen der Körper mit einem kalten Tauchbad oder unter der kalten Dusche abgekühlt werden sollte. Außerdem sollte zwischen den einzelnen Gängen eine Ruhepause von etwa 20 Minuten eingelegt werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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