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Gesundheitslexikon: Kopfschmerzen

7 Tipps gegen Kopfschmerzen
7 Tipps gegen Kopfschmerzen Endlich wieder schmerzfrei! 00:01:27
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Es gibt über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen

In Deutschland leiden über 50 Millionen Menschen wiederholt oder chronisch an Kopfschmerzen, auch Cephalgie genannt. Man unterscheidet rund 200 verschiedene Arten von Kopfschmerz. Dabei ist er keine Krankheit der modernen Zivilisation. Laut einer Studie der Weltgesundheitsbehörde (WHO) können alle Menschen weltweit, egal ob Stammesmitglied eines Naturvolkes oder Großstadtbewohner einer Industrienation, darunter leiden. Meist ist der Kopfschmerz für den Menschen so belastend, dass er kaum auszuhalten ist.

Ursachen für Kopfschmerzen

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) klassifiziert Kopfweh in den primären und den sekundären Kopfschmerz. Etwa 90 Prozent der Symptome können der ersten Gruppe zugeordnet werden.

Zu den primären Kopfschmerzen gehören die Migräne und der Spannungskopfschmerz sowie Kopfschmerzen, die ohne erkennbare Ursache plötzlich entstehen. Auslöser sind Stress, aufgrund von Zeitdruck, Überarbeitung, Ängsten oder körperlicher Belastungen. Auch ein Zuviel an Sonne, Schlafstörungen, Wetterumschwünge, emotionale Ausbrüche sowie Störungen des Lebensrhythmus können sie hervorrufen.

Die zweite Gruppe der Kopfschmerzen bezieht sich auf ernsthafte Erkrankungen, die oft erst im Nachhinein erkannt werden. Ursachen dafür können Infektionen infolge von Kopfverletzungen oder Gefäßkrankheiten, Nebenwirkungen von Medikamenten, Krankheiten im Bereich der Halswirbelsäule, hoher Blutdruck oder Entzündungen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereiches bzw. der Zähne sein.

Symptome von Kopfschmerz

Primäre Kopfschmerzen, wie Migräneattacken, äußern sich in Form von heftigen, ziehenden, stechenden oder pochenden Schmerzen. Meist gehen einer Migräneattacke Anzeichen voraus, die sich als erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Taubheitsgefühl äußern können. Auch Symptome wie Sehstörungen, Schwindel, Frösteln oder Nackenschmerzen deuten auf eine Attacke hin.

Spannungskopfschmerzen äußern sich als dumpfer Druck auf dem gesamten Kopf und treten episodisch oder chronisch auf. Sie dauern zwischen einigen Minuten bis zu einer Woche. Die genauen Ursachen des Spannungskopfschmerzes sind noch nicht geklärt.

Diagnose

Ein Arzt befragt seinen Patienten nach der Krankheitsgeschichte. Sollte der Verdacht auf einen Schmerz der sekundären Gruppe bestehen, wird er Untersuchungen mithilfe grafisch darstellbarer Verfahren, wie Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) anstellen. Eine CT kommt infrage, wenn eine Hirnblutung ausgeschlossen werden soll.

Weitere Verfahren sind Hirnstrommessungen (EEG), die Gewinnung von Nervenwasser, zum Beispiel bei Meningitis (Hirnhautentzündung) und Röntgenaufnahmen der Nasennebenhöhlen, des Halsbereiches bezieungsweise der Zähne.

Bei den sekundären Kopfschmerzen entsteht der Schmerz zuerst im Schädel und dominiert dort, bevor er an den jeweiligen Stellen auftritt. Daher werden Krankheiten häufig erst später diagnostiziert. Besonders schwerwiegend gestaltet sich dies bei Gehirntumoren, die oftmals nicht frühzeitig entdeckt werden können. Es ist darauf zu achten, bei wiederholten und häufigen Kopfschmerzen unbedingt ein Schmerztagebuch zu führen.

Test: Habe ich Migräne?

Mit diesem Test können Sie herausfinden, ob Sie an Migräne leiden oder vielleicht eine andere Art von Kopfweh Ihre Schmerzen auslöst.

Haben Sie wiederkehrende Kopfschmerzattacken?

Behandlung der Kopfschmerzarten

Klassische Arzneimittel, wie Ibuprofen, Paracetamol, Medikamente, die Acetylsalicylsäure enthalten, oder Diclofenac-Präparate wirken zwar schnell, bergen jedoch gesundheitliche Risiken. Greifen Sie daher zu vorbeugenden Therapiemaßnahmen und alternativen Heilmethoden.

Die beste Medizin bei Kopfschmerzen ist Ruhe. Stressbewältigungstrainings können Kopfschmerzen laut Studien um bis zu 65 Prozent reduzieren. Akkupunktursitzungen, Entgiftungskuren und Bewegung können ebenso helfen. Achten Sie außerdem auf Ihren Flüssigkeitshaushalt! Vanille, Zimt, Pfefferminzblätter, frisch gepresster Traubensaft und eine Zufuhr von Magnesium können ebenfalls wahre Wunder wirken.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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