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Gesundheitslexikon: Kopfmassage

Kopfmassage - entspannend und durchblutungsfördernd

Die Kopfmassage stellt eine Teilkörpermassage dar, bei der Ohren, Schläfen, Stirn und Schädeldecke behandelt werden. Ihren Ursprung hat die Kopfmassage in Indien, wo sie ein Teil der Ayurveda-Behandlung ist. Hierzulande findet die Kopfmassage in vielen Bereichen Anwendung. So bieten die meisten Friseure und Physiotherapeuten die Kopfmassage an. Mit bereits einfachen Handgriffen kann der Behandelnde beim Gegenüber ein tiefes Wohlbefinden auslösen. Meist sind es rotierende und streichende Bewegungen, mit denen bestimmte Punkte des Kopfes stimuliert und entspannt werden. Da der Kopf und insbesondere die Kopfhaut sehr sensibel sind, zählt die Kopfmassage zu den sanften Behandlungsmethoden. Wegen des geringen Unterhautfettgewebes in der Kopfregion verzichtet der Masseur bei dieser Methode auf ein Walken oder Kneten.

Ablauf einer Kopfmassage

Die Varianten für eine Kopfmassage sind sehr vielfältig. Darunter gibt es leicht erlernbare Methoden, die keine physiotherapeutische Ausbildung erfordern. Aus diesem Grund können Sie die Kopfmassage auch bei sich selbst durchführen oder Ihrem Partner die Schritte zeigen. Übt eine andere Person die Massage aus, fällt es natürlich leichter zu entspannen. Die Massage kann im Sitzen und auch im Liegen ausgeführt werden. Wichtig ist, dass Sie sich in einer entspannten Position befinden. Entspannungsmusik und Duftöle können die Entspannung fördern. Zuerst beginnt der Masseur, die Kopfhautnerven mittels großflächiger und kreisender Bewegungen zu sensibilisieren. Dabei verwendet er hauptsächlich seine Fingerkuppen. Beginnend am Vorderkopf und Haaransatz arbeitet er sich bis zum Hinterkopf vor. Von dort aus gleitet er meist mit etwas intensiveren Bewegungen bis zur Nackenmuskulatur. Nun spürt der Masseur mit seinen Fingern empfindliche und verspannte Punkte im Kopfbereich auf. Neben sanften und streichenden Bewegungen setzt er auch punktuelle Kreisbewegungen ein, bei welchen er länger auf einer Stelle verharrt. Alternativ kann eine Kopfmassage auch mithilfe eines Massagegerätes durchgeführt werden. So bietet der Markt unter anderem Hilfsmittel, die über elastische Metallstäbe verfügen und eine intensive Stimulation der Kopfhautnerven auslösen.

Massage des Kopfes mit vielerlei Wirkung

Eine Kopfmassage kann bereits innerhalb weniger Minuten eine tiefe Entspannung hervorrufen. Eine Massage des Kopfes fördert das innere Gleichgewicht und löst Verspannungen. Auch von Kopfschmerzen geplagte Menschen profitieren von dieser simplen Methode und müssen nicht immer gleich zur Tablette greifen. Vor allem in Stresssituationen gilt eine Kopfmassage als eine schnelle und nebenwirkungsarme Möglichkeit, Verspannungen zu lindern. Durch die stimulierenden Bewegungen wird in vielen Fällen die Konzentration des Massage-Empfängers gefördert. Die Kopfmassage hat gleichwohl einen Schlaf fördernden und beruhigenden Effekt. Kommen zudem Öle zum Einsatz, soll mit einer Kopfmassage in bestimmten Fällen Haarausfall vorgebeugt werden können. Durch die Versorgung der Haarwurzeln mit wichtigen Nährstoffen wird die Haarstruktur verbessert.

Was Sie noch wissen sollten

Eine Kopfmassage zählt zu den Entspannungsmassagen, bei welcher die unterschiedlichsten Methoden zum Einsatz kommen. Bei der indischen Kopfmassage wird nicht nur der Kopf behandelt. Diese Massageform schließt ebenso Gesicht, Arme und Schultern mit ein. Auch wenn wenige Punkte gegen eine Massage des Kopfes sprechen, sollten Sie bei Schuppenflechten, Ekzemen oder Wunden auf der Kopfhaut nicht auf eine Kopfmassage zurückgreifen.

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