Gesundheitslexikon Gesundheitslexikon

Gesundheitslexikon: Knoten in der Brust

Ein Knoten in der Brust kann viele Ursachen haben

Die Krebsvorsorge bei Frauen sieht das regelmäßige eigenständige Abtasten der Brust vor. Werden in diesem Zusammenhang Knoten in der Brust entdeckt, ist die Sorge erst einmal groß. Ein Besuch beim Gynäkologen sowie weiterführende Untersuchungen geben in vielen Fällen Entwarnung. Nicht der gefürchtete Brustkrebs wütet im Körper, sondern ein gutartiges Gewächs, eine Zyste oder eine Brustentzündung sind für die Veränderung verantwortlich.

Ursachen

Es gibt viele Gründe für einen Knoten in der Brust. Im schlimmsten Fall handelt es sich um einen bösartigen Tumor. Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind nicht bekannt, allerdings gibt es einige Risikofaktoren. Erbliche Vorbelastung, fortgeschrittenes Alter, Kinderlosigkeit, frühes Einsetzen und spätes Aufhören der Monatsblutung sowie fettreiche Ernährung, Rauchen und Alkohol erhöhen das Risiko. Zudem steigt die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei Frauen, die an Mastopathie leiden. Bei der Krankheit handelt es sich um eine gutartige Vermehrung des Bindegewebes der Brustdrüsen und der Drüsenläppchen, die vor allem bei Frauen zwischen 30 und 55 Jahren vorkommt.

Besonders häufig handelt es sich bei einem Knoten um ein Fibroadenom, ein gutartiges Geschwulst aus Binde- und Drüsengewebe. Zumeist harmlos sind auch die flüssigkeitsgefüllten Zysten.

Bei stillenden Müttern kommen immer wieder Knoten in der Brust vor, nämlich in Form einer Brustentzündung. Die Knoten lösen sich – bei richtiger Behandlung – allerdings zumeist innerhalb weniger Tage wieder auf.

Symptome

Die Krankheitszeichen sind von der Ursache des Knotens abhängig. Beim Mammakarzinom, wie der Brustkrebs in der Fachsprache bezeichnet wird, ist der Knoten selbst zumeist das erste Symptom. Zudem kann es zu einer Einziehung der Brustwarze, einem plötzlichen Größenunterschied der beiden Brüste, tastbaren Lymphknoten in der Achselhöhle oder Absonderungen aus der Brustwarze kommen.

Zumeist symptomlos verhalten sich auch das gutartige Fibroadenom und die Mastopathie, die oftmals ebenfalls erst durch Abtasten entdeckt werden. Zysten hingegen können sehr wohl Beschwerden machen. Werden die Bläschen zu groß, können sie insbesondere in den Tagen vor der Monatsblutung schmerzhaft oder berührungsempfindlich sein.

Die Brustentzündung, auch Mastitis genannt, zeigt hingegen deutliche Symptome. In der Regel ist die Brust geschwollen, fühlt sich warm an, weist eine Rötung und verhärtete Stellen auf.

Diagnose

Sind Veränderungen in der Brust zu spüren, sollte sofort ein Gynäkologe aufgesucht werden. Nach der Anamnese wird der Facharzt die Brust genauestens abtasten und weiterführende Untersuchungen veranlassen. Eine Ultraschalluntersuchung und/oder eine Mammografie geben Aufschluss über die Art des Knotens.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt entsprechend der Erkrankung. Wird eine Mastitis lediglich mit kühlenden Umschlägen und Antibiotika behandelt, müssen bei Brustkrebs schwerere Geschütze aufgefahren werden. Je nach Tumorgröße und Streuung können eine Operation und eine Strahlen- oder Chemotherapie notwendig werden.

Nicht zwangsläufig entfernt werden muss das Fibroadenom. Nur wenn der Knoten schnell wächst und die Brustform verändert, wird der Arzt zu einem chirurgischen Eingriff raten. Auch die Mastopathie wird nur in Ausnahmefällen operativ behandelt, in der Regel reicht eine medikamentöse Therapie aus. Zysten bilden sich ohnehin oft von selbst zurück. Verursachen sie aber Schmerzen, so kann eine Punktion für Erleichterung sorgen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

Anzeige