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Gesundheitslexikon: Klangschalenmassage

Mit der Klangschalenmassage zurückliegende Traumata überwinden

Die meisten Menschen verstehen unter einer Massage das kräftige Durchkneten von Muskeln und Gewebe. Eine Massage kann aber auch viel feiner und im Bereich von kleinsten Schwingungen stattfinden. Doch kann darüber auch eine Heilung erfolgen?

Was ist eine Klangschalenmassage?

Bei der Klangschalenmassage wird der Körper nicht durch die direkten Hautberührungen angesprochen, sondern durch die Schwingungen bestimmter Klangwerkzeuge. Dabei handelt es sich um spezielle Klangschalen oder Schlaginstrumente aus Metall. Ziel der Klangschalenmassage ist es, auf tiefergelegene Bereiche des Körpers und des Geistes einzuwirken, was mit einer manuellen Massage nicht möglich wäre. Dabei geht man davon aus, dass der überwiegend aus Wasser bestehende menschliche Körper eher auf Schwingungen reagiert als auf Druckgriff. Die Schallwellen sollen feinstofflich in den Körper eindringen können und die Zellen, die Seele und die Chakren ansprechen und harmonisieren.

Wie funktioniert eine Klangschalenmassage?

Bei der Klangschalenmassage liegt der Patient bekleidet auf einer bequemen Matte. Der Masseur platziert dann die kleinen Schalen auf dem Körper des Erkrankten, meistens in beiden Händen, auf dem Bauch, dem Brustbein oder im oberen Bereich der Oberschenkel. Auch können Schalen oder ein Gong um den Patienten herum aufgestellt werden. Es ist allerdings nicht üblich dabei den Kopfbereich direkt zu berühren oder dort eine Schale aufzustellen, da die Wirkung hier zu stark ausfallen könnte. Nun beginnt der Masseur damit, die Schalen sanft anzuschlagen. Dies geschieht sehr langsam, so dass jeder Ton Gelegenheit hat, in den Körper des Patienten einzudringen und dort zu wirken. In welcher Reihenfolge oder in welchem Rhythmus dies geschieht, obliegt der Erfahrung des Therapeuten. Eine Klangschalenmassage dauert meist 60 Minuten. Der Patient verhält sich die ganze Zeit über passiv. Für mehr Komfort während der Behandlung gibt es mittlerweile auch spezielle Klangstühle oder Klangwiegen. Hier kann der Patient bequem in einer liegenartigen und schwingenden Konstruktion Platz nehmen, während der Therapeut die an den Außenseiten angebrachten Saiten zupft.

Bei welchen Problemen soll die Klangschalenmassage helfen?

Die Klangschalenmassage soll auf die Aura, die Chakren, die Meridiane oder die feinstofflichen Energien des Körpers wirken. Man geht hier davon aus, dass die Körperzellen ein gewisses emotionales Gedächtnis haben und gute wie schlechte Erfahrungen abspeichern können. Durch die sanften Vibrationen der Klangschalenmassage sollen die Zellen angesprochen und geöffnet werden. So sollen falsch abgespeicherte Zellinformationen gelöscht werden können. Der Patient soll darüber die Möglichkeit bekommen, bestimmte negative Situationen der Vergangenheit langfristig zu überwinden. Auch soll der Körper durch die Klangschalenmassage stressresistenter werden. Insofern wird die Klangschalenmassage eher bei Patienten praktiziert, die unter Spannungszuständen, chronisch-diffusen Schmerzen oder einem mentalen Trauma leiden.

Was sollte man bei der Klangschalenmassage beachten?

Die Anhänger der Klangschalenmassage berichten vor allem von einem tranceähnlichen Zustand, der durch die Vibrationen der Schalen ausgelöst werden soll. Es gibt derzeit allerdings keine wissenschaftlichen Studien, welche die Wirksamkeit einer solchen Vibrationsmassage bestätigen könnten. Die Klangschalenmassage wird überwiegend im Wellness-Bereich angeboten oder von esoterisch inspirierten Therapeuten praktiziert. Sie ist keine Heilanwendung der Schul- oder Alternativmedizin. Durch die direkte und einträchtige Zuwendung des Therapeuten kann es jedoch zu einer entspannenden Wirkung auf den Patienten kommen, was weitere Heilungsprozesse anstoßen könnte.

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