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Gesundheitslexikon: KHK (Koronare Herzkrankheit)

Koronare Herzkrankheit (KHK) – die Folge von verstopften Herzkranzgefäßen

Die koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung, bei der die Herzkranzgefäße (Koronararterien) durch Ablagerungen verengt oder ganz verschlossen sind. Dadurch wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet und es kommt zu einer Sauerstoffunterversorgung. Die KHK ist eine der häufigsten Herzerkrankungen weltweit und kann schlimmstenfalls zum Herzinfarkt führen. Die Krankheit wird in drei Stufen eingeteilt. Je nachdem wie viele Gefäße verengt sind, spricht man von Eingefäß-, Zweigefäß- oder Dreigefäßerkrankung.

Ursachen

Die KHK wird durch verstopfte Herzkranzgefäße verursacht. Der Grund für diese Verstopfungen ist eine sogenannte Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Sie entsteht, wenn sich über viele Jahren hinweg ein Übermaß an Cholesterin und Calcium im Blut befindet, das sich nach und nach an den Gefäßwänden festsetzt. Dadurch verlieren die Gefäße ihre Elastizität, sie können sich bei körperlicher Anstrengung nicht mehr ausdehnen und somit nicht mehr die erforderliche Blutmenge zum Herzmuskel transportieren. Im Lauf der Zeit wachsen die Ablagerungen und verengen die Gefäße immer mehr. Ist ein Gefäß völlig verstopft, kann es zum Herzinfarkt kommen. Die Arteriosklerose wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Dazu gehören unter anderem Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung, zu fettes Essen, Diabetes sowie Stress und psychische Überlastung.

Symptome

Ein typisches Symptom der KHK ist die Angina pectoris (Brustenge). Diese tritt meist bei körperlicher Belastung auf und äußert sich in einem schmerzhaften Druckgefühl und Brennen im Brustkorb. Der Schmerz kann bis in die Schultern und die Arme ausstrahlen. Diese Symptome dauern nur ein paar Minuten an und lassen wieder nach, sobald die körperliche Belastung zurückgeht. Ist die KHK bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, können diese Beschwerden sogar in Ruhe auftreten. Neben diesen typischen Symptomen der Angina pectoris kann die KHK aber auch ohne Beschwerden verlaufen. Der Patient merkt nur die verminderte Belastbarkeit, verspürt aber keine Schmerzen.

Diagnose

Eine unbehandelte KHK kann zum Herzinfarkt und zu Herzinsuffizienz führen. Daher ist es wichtig, Beschwerden möglichst frühzeitig vom Arzt abklären zu lassen. Ist in einem Gespräch die Krankheitsgeschichte erfasst, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Die Messung des Blutdrucks und eine Blutuntersuchung gehören zum üblichen Vorgehen. Des Weiteren wird ein Elektrokardiogramm in Ruhe und eines unter Belastung abgeleitet. Auch ein Langzeit-EKG ist möglicherweise hilfreich, da es über 24 oder 48 Stunden die Herzströme aufzeichnet. Mit der Angiographie kann der Arzt genau die Durchlässigkeit der Gefäße erkennen. Für diese Untersuchung werden Röntgenaufnahmen gemacht, nachdem ein Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße gespritzt wurde. Weitere Untersuchungsmethoden für die KHK sind MRT, CT und PET.

Behandlung

In der Therapie werden zunächst vorrangig die Beschwerden gelindert. Im weiteren Verlauf ist das Ziel, die Durchblutung der Gefäße wieder zu verbessern. Außerdem müssen die vorliegenden Risikofaktoren, wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und ungesunder Lebenswandel, abgestellt werden. Dazu muss der Patient auf eine gesunde fettarme Ernährung achten und seine Lebensführung grundsätzlich ändern. Zusätzlich können Medikamente helfen, die dem Verklumpen der Blutplättchen entgegenwirken. Auch Betablocker werden bei KHK verabreicht. In einem operativen Eingriff können die Gefäße mit einem Ballon erweitert und danach mit einem implantierten Stent offengehalten werden. In sehr fortgeschrittenem Stadium der Krankheit werden in einer Operation die verstopften Gefäße durch künstliche Bypässe ersetzt.

Vorbeugung

Mit einem gesunden Lebensstil kann man der koronaren Herzkrankheit vorbeugen und das Risiko deutlich senken.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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