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Gesundheitslexikon: Kalorien

Kalorien: nicht nur im Alltag eine wichtige Maßeinheit

Die Kalorie ist eine Maßeinheit, mit der Energie gemessen wird. Im täglichen Sprachgebrauch ist es üblich, von einer Kalorie zu sprechen, wenn eine Kilokalorie (also 1000 Kalorien), gemeint ist. Eine Kilokalorie entspricht der Energiemenge, die man braucht, um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen. Die Maßeinheit Kilokalorie wird meistens abgekürzt mit kcal.

Aus Kalorien wurden Joule

Offiziell wurde die Maßeinheit Kalorie im Jahr 1948 durch die Einheit Joule abgelöst. Dabei entspricht ein Joule ungefähr 0,239 Kalorien. Eine Kalorie sind circa 4,1868 Joule. Seit 1969 ist für offizielle Angaben die Verwendung von Joule Pflicht. Auf Verpackungen von Lebensmitteln wird in der Regel die Maßeinheit Kilokalorie und in Klammern dann der Wert in Joule angegeben. Der Brennwert wird dabei für 100 Gramm des Lebensmittels genannt. Im täglichen Gebrauch hat sich die Berechnung des Energiewertes von Nahrungsmitteln in Joule allerdings nie durchgesetzt, es wird weiterhin in Kalorien gerechnet.

Die Kalorienaufnahme mit der Nahrung

Mit dem Wissen, wie viele Kalorien ein Lebensmittel hat, kennen wir die Menge der Energie, die dieses Nahrungsmittel unserem Körper liefert. Energielieferanten sind beispielsweise Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und Alkohol. Diese Nährstoffe liefern unterschiedlich viel Energie: ein Gramm Eiweiß hat 4,1 Kilokalorien, ein Gramm Kohlenhydrate hat ebenfalls 4,1 Kilokalorien, ein Gramm Fett bringt es auf 9,3 Kilokalorien und ein Gramm Alkohol auf 7,1 Kilokalorien.

Gleich auf den ersten Blick wird deutlich, dass Fett und Alkohol viel mehr Kalorien liefern als Eiweiß und Kohlenhydrate. Das Wissen um den Kaloriengehalt von Lebensmitteln können Menschen nutzen, die entweder abnehmen oder zunehmen wollen. Wer mehr Kalorien mit der täglichen Nahrung aufnimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Wer weniger Kalorien aufnimmt, als im Laufe des Tages verbraucht werden, nimmt ab.

Wir verbrauchen täglich Kalorien

Der menschliche Körper ist auf die Zufuhr von Kalorien angewiesen. Für unsere Körperfunktionen benötigen wir einen Grundumsatz an Energie. Diese Energie wird auch dann verbraucht, wenn wir nur im Bett liegen und nichts weiter tun. Wie hoch der Grundumsatz ist, hängt neben anderen Dingen von der Größe, dem Geschlecht und dem Alter ab. Zusätzlich zum Grundumsatz wird durch die Tätigkeiten im Laufe des Tages weitere Energie, also Kalorien, verbraucht. Wer Leistungssport betreibt oder schwer körperlich arbeitet, verbraucht mehr Kalorien als jemand, der einer Schreibtischtätigkeit nachgeht.

Wer seinen Kalorienverbrauch steigern will, muss sich mehr bewegen. Dies kann durch zusätzliche Bewegung geschehen, die in den Alltag eingebaut wird. Man kann zum Beispiel die Treppe statt des Aufzuges nutzen oder die Einkäufe zu Fuß statt mit dem Auto erledigen. Auch Sport bietet sich an. Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren verbraucht ein hohes Maß an Kalorien. Wer im Fitness-Studio mit Gewichten trainiert, baut dabei Muskeln auf. Durch die Bewegung verbrennt man dabei Kalorien, die größere Muskelmasse kann den Grundumsatz erhöhen, den Muskeln benötigen mehr Energie.

Die Kalorienzufuhr und die Abnahme

Wenn dem Körper weniger Kalorien mit der Nahrung zugeführt werden, als er durch seinen Grundumsatz und die körperliche Aktivität verbraucht, kommt es zur Gewichtsreduktion. Wer effektiv abnehmen will, kann weniger Kalorien mit der Nahrung aufnehmen und gleichzeitig mit zusätzlicher Bewegung seinen Kalorienverbrauch steigern. Der Körper greift dann auf die Kalorien zurück, die er in seinen Fettdepots gespeichert hat und das Körpergewicht sinkt.

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