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Gesundheitslexikon: Kalifornische Massage

Die rücksichtsvolle Körpertherapie der Hippies: die Kalifornische Massage

In der Ära der Blumenkinder wurde nicht nur das Weltbild in Frage gestellt, sondern auch der Umgang mit sich selbst. Geist und Körper sollten zur freien Entfaltung kommen können. Die Kalifornische Massage möchte berühren, sich zuwenden und den Menschen darüber befreien.

Was ist eine Kalifornische Massage?

Die Kalifornische Massage wird seit einigen Jahrzehnten auch in Europa praktiziert und gelehrt. Die Massagetechnik vereint unterschiedliche sinnliche wie manuelle Therapieansätze miteinander. So finden sich in ihr Elemente der Schwedischen Massage, der Cranio-Sacral-Therapie, Rolfing, Shiatsu, Feldenkrais, Polarity und der Akupressur wieder. Gleichzeitig wird aber auch der spirituelle Bereich einbezogen. Es soll eine Verbindung zwischen dem Gebenden, dem Masseur, und dem Nehmenden aufgebaut werden. Ziel der Massage ist es, Körper und Geist miteinander in Einklang zu bringen und zu befreien. Dafür sollen sich beide Personen stark aufeinander einlassen und gegenseitig unterstützen. Insofern gibt es bei der Kalifornischen Massage keine starren Handlungsabläufe, Gebender und Nehmender kooperieren miteinander und schulen sich beiderseits in der Technik.

Wie läuft eine Kalifornische Massage ab?

Zu Beginn der Kalifornischen Massage ist es nicht unüblich miteinander zu meditieren oder anderweitig eine spirituelle Grundlage zu schaffen. Auch wird viel Wert auf eine ansprechende und ruhige Umgebung gelegt. Sie findet zumeist gänzlich unbekleidet statt, manche Anbieter halten aber auch warme Tücher bereit. Die Massage beginnt in Bauchlage. Der Gebende benutzt sehr viel Öl und verteilt dieses in langen und ruhigen Streichbewegungen auf dem Körper. Vor allem die fließenden Bewegungen von Kopf bis Fuß werden dabei wiederholt. Die Kalifornische Massage findet im Rhythmus der Atmung statt. Muskeln, Gelenke und das Bindegewebe werden sanft gedehnt und gedrückt. Auch die Gliedmaßen werden nacheinander gestreckt. Durch beschützende, wiegende Elemente erkennt der Therapeut, wo mögliche körperliche wie emotionale Blockaden sind und versucht diese zu lösen. Die Massage fällt zu jeder Zeit sehr sanft aus. Klopfende oder tief knetende Griffe werden vermieden. Die Massage wird anschließend in der Seitenlage fortgeführt und in Rückenlage beendet. Sie dauert rund 90 Minuten an. Ziel der Anwendung ist die gesamte Mobilisation des Körpers. Der Gebende soll sich angenommen und akzeptiert fühlen.

Bei welchen Problemen soll eine Kalifornische Massage helfen?

Die Kalifornische Massage wirkt entspannend auf den gesamten Körper und könnte bei Menschen mit chronischen Rücken- oder Nackenschmerzen zur Schmerzlinderung beitragen. Sie entlastet den Körpertonus und soll daher auch Migränepatienten weiterhelfen können. Zudem regt sie die Blutzirkulation schonend an und wirkt entlastend auf das Lymphsystem. Auch bei Patienten mit Schlafschwierigkeiten oder nervösen Unruhezuständen wird sie empfohlen.

Was sollte man bei der Kalifornischen Massage beachten?

Die Kalifornische Massage wird auch Esalen-Massage genannt. In der Schweiz genießt sie als eingetragenes Warenzeichen staatliche Anerkennung. Viele eidgenössische Krankenkassen übernehmen teilweise die Kosten einer Behandlung. In Deutschland wird die Kalifornische Massage häufig im spirituell-esoterischen Bereich praktiziert. Wer einen erfahrenen Therapeuten aufsuchen möchte, kann über die Homepage des deutschen Berufsverbandes nützliche Informationen finden.

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